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00:19 13.09.2018
"Claudius Immergrün" zeigt Lotta und Theo, wie Wasser am schnellsten von einer Flasche in die andere fließt. Quelle: Stephanie Zerm
Grasdorf

Wie kommt eigentlich das Wasser in die Leitung und welche Qualitätsanforderungen muss es erfüllen? Diese Fragen konnten sich Besucher am Sonntag beim Entdeckertag im Wasserwerk Grasdorf beantworten lassen. Betreiber enercity hatte ein vielseitiges Programm rund um das Motto „Wasser und mehr entdecken“ auf die Beine gestellt. Rund 2000 Besucher nutzten die Gelegenheit, um einen Blick in das Wasserwerk zu werfen. Das letzte Mal war dieses 1999 bei einem Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit zugänglich gewesen.

Rund 2000 Besucher kommen zum Entdeckertag ins Grasdorfer Wasserwerk.

Beim Entdeckertag präsentierte enercity das Grasdorfer Wasserwerk zum ersten Mal. Es wurde 1899 eröffnet und ist das älteste Wasserwerk des Energieanbieters, das noch in Betrieb ist. „Und zugleich auch das modernste“, wie enercity-Pressesprecher Carlo Kallen erläuterte. Im nächsten Jahr wird es 120 Jahre alt.

Bei einem Rundgang konnten die Gäste den Weg nachverfolgen, den das Grasdorfer Wasser nimmt, von der Gewinnung aus einem der sieben Brunnen in der Leinemasch über die Filterhalle und Physikalische Entsäuerung bis zum Reinwasserbehälter. Bei jeder Station stand ein enercity-Mitarbeiter und beantwortete Fragen der Besucher.

UV-Strahlen machen Wasser keimfrei

„Um das Wasser keimfrei zu bekommen, wird es mit UV-Strahlen bestrahlt“, erläuterte Mitarbeiter Siegfried Zientek. Die Qualität werde täglich kontrolliert. Dies laufe alles vollautomatisch. Da alles aus der Ferne gesteuert werde, seien in der Regel keine Mitarbeiter vor Ort.

Pur läuft das aufbereitete Wasser aus der Leinemasch allerdings nicht aus den Wasserhähnen in Grasdorf. „Es wird später noch 1:1 mit Harzwasser gemischt“, berichtete Zientek. Lediglich gestern gab es für die Besucher die Gelegenheit, das Wasser aus der Leinenmasch zu probieren. Enercity servierte es den Gästen kostenlos an einer Wasserbar.

Zusätzlich zu den Stationen im Wasserwerk gab es zahlreiche Stände zum Thema Klima- und Naturschutz. Am Stand von Proklima konnten Kinder und Erwachsene mit „Claudius Immergrün“ Experimente zu dem Thema Energie machen. Dabei konnten sie unter anderem probieren, wie Wasser am schnellsten von einer Flasche in eine andere läuft. Auch Probefahrten mit Elektroautos wurden angeboten und Informationen über Solarenergie. Außerdem gab es ein Wasserglücksrad, eine Liegewiese und eine Carrerabahn. Beim Nabu bekamen die Besucher Informationen über die Bewohner der Leinemasch und für Kinder trat am nachmittag ein Clown auf.

„Die Veranstaltung ist super“, freute sich Anja Wierich, die die Veranstaltung mit ihrem Mann und ihren Kindern besuchte. „Das Angebot für Kinder ist einfach klasse – und ich habe das Wasserwerk zuvor noch nie von innen gesehen, obwohl ich in Grasdorf wohne.“

Von Stephanie Zerm

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