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Umland Laatzen Nachrichten Italienische Musiker bekommen bei der AWO viel Applaus
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00:18 28.03.2018
Das Ensemble Arte e Musica um Francesco Impastato spielt alte italienische Volksweisen. Quelle: Stephanie Zerm
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Rethen

 Liebe und Mord, Sehnsucht und Leidenschaft: Das Ensemble Arte e Musica hat am Freitagabend im Familienzentrum Rethen fast die gesamte Bandbreite des italienischen Lebens musikalisch auf die Bühne gebracht. Die neun Musiker um Ensemble-Chef Francesco Impastato präsentierten bei ihrem Konzert für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Rethen-Koldingen-Reden süditalienische Volkslieder, die die Kultur und Lebensweise im Mittelmeeraum widerspiegelten. Im ersten Teil der Veranstaltung spielten die Musiker alte Volksweisen, die teilweise für die Gruppe neu arrangiert worden waren. Im zweiten Teil standen Eigenkompositionen auf dem Programm, die vorwiegend den Alltag in Sizilien beschrieben.

Die Musiker des Ensembles Arte e Musica spielen alte italienische Volksweisen.

Dabei verwendeten die Musiker ein breites Spektrum an traditionellen Instrumenten wie die Mandoline, sizilianische Marranzano Maultrommeln oder eine Tammorra, eine große Rahmentrommel mit Schellen. Aber auch Saxophon, Klarinette, Gitarre und Akkordeon gesellten sich zu der Vielzahl an Instrumenten, die den speziellen Klang des Ensembles ausmachen.

Für jedes der italienischen Lieder erklärte Francesco Impastato den rund 70 Zuhörern im voll besetzten Familienzentrum den Hintergrund. So auch zu einem Stück, das von einem Mafiamord handelte: Ein junger Mann wurde dem Lied nach umgebracht, weil er sich über einen Mafiaboss lustig gemacht hatte. „Die Mafia ist aber nur ein sehr kleiner Teil unserer Gesellschaft“, versicherte Impastato. „Der große Rest sind anständige Bürger.“

Zustande gekommen war der Kontakt zwischen AWO und den italienischen Musikern durch Zufall. „Ich bin auf die Gruppe im Internet gestoßen“, sagte Hans-Joachim Rauch, der das Konzert mit organisiert hatte. „Die Musik hat mir auf Anhieb gefallen.“ 

Eigentlich sollte das Ensemble bereits am Donnerstag auftreten. Denn seit 2013 richtet die AWO einmal im Monat in ihrer Donnerstagsreihe eine Veranstaltung aus. „Das hat aber terminlich nicht geklappt“, sagt Rauch. „Daher haben wir das Konzert kurzerhand auf Freitag verschoben.“ 

Das Konzert war kostenlos. Lediglich Spenden sammelten die Organisatoren von der AWO. „Damit wollen wir auch finanziell schwachen Menschen ein Kommen ermöglichen“, sagte Rauch. Die Spenden bekamen die Musiker nach dem Konzert als Gage.

Bei den Besuchern kam der Auftritt des italienischen Ensembles gut an. Nach dem Konzert erhielten die Musiker nicht enden wollenden Applaus. 

Von Stephanie Zerm

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