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Jeder 3. Laatzener Schüler ist leistungsberechtigt

Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) Jeder 3. Laatzener Schüler ist leistungsberechtigt

Jedes dritte Schulkind in Laatzen lebt in einkommensschwachen Familien und hat so Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) – so viel wie in keiner andere Regionskommune. Was der jüngste BuT-Bericht noch deutlich macht: Nur 72 Prozent der Berechtigten nutzten zuletzt Angebote.

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33 Prozent: In keiner anderen Regionskommune leben anteilig so viele Schulkinder im sogenannten Leistungsbezug wie in Laatzen.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Zuschüsse für Schulbücher, das Mittagessen, Klassenfahrten oder Nachhilfe sind einige der Leistungen, die Kinder aus einkommensschwachen Familien über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) beantragen können. Wie der jüngste Jahresbericht über die Entwicklung der BuT-Leistungen von 2014 bis 2016 der Region zeigt, leben in Laatzen nicht nur anteilig die meisten Kinder im sogenannten Leistungsbezug – mit 33 Prozent jedes Dritte. Auch werden hier noch teilweise unterdurchschnittlich wenig Hilfen abgerufen.

1243 leistungsberechtigte Kinder aus allen Rechtskreisen im Alter von sechs bis 15 Jahren wurden für das vergangene Jahr in Laatzen gezählt. Das entspricht 33 Prozent der Gesamtbevölkerung in dieser Altersgruppe. Tatsächlich BuT-Leistungen in Anspruch genommen hatten vergangenes Jahr aber nur 893 der 1243 berechtigten Kinder. Das entspricht einem Anteil von knapp 71,8 Prozent und liegt damit unter dem Regionsschnitt von 75,5 Prozent. Zum Vergleich: In Isernhagen, wo anteilig die wenigsten Kinder leben, die Leistungen beziehen, lag die sogenannte Quote der Inanspruchname von BuT-Mitteln bei 94,2 Prozent. Am seltensten wurden derlei Hilfen von den Berechtigten in Seelze abgerufen (58,7 Prozent).

Die Altersgruppe der Sechs- bis 15-Jährigen ist für die Region deshalb von besonderem Interesse, weil diese Ansprüche auf alle BuT-Leistungen haben. Bei Kindergartenkindern entfallen die Zuschüsse für Schülerbeförderung, Schulbedarf und Lernförderung, bei älteren Schülern mitunter die Zuschüsse für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, darunter auch für Vereinsbeiträge.

Die Inanspruchname hänge vom Bekannheitsgrad des seit 2011 bestehenden BuT-Programms und dem Aufwand ab, erläuterte Florian Schmidt von der Region jüngst dem Laatzener Sozialausschuss. Inzwischen gebe es ein vereinfachtes Antragsverfahren, bei dem Zuschüsse wie für Stadtbahntickets, Ausflüge und Klassenfahrten nicht mehr separat beantragt werden müssten, sondern direkt mit der Schule abgerechnet würden. Immerhin: Bei den oft mehrere Hundert Euro teuren Klassenfahrten lag der Anteil der Laatzener Kinder, die BuT-Mittel erhielten, zuletzt mit 28,3 Prozent über dem Regionsschnitt (24,5). Bei den sogenannten Einzelleistungen waren es hingegen mit 17,5 Prozent unterdurchschnittlich wenig (Region: 20,6).

Die Region will weiter für das Programm werben. Jüngst wurden gelbe Postmappen mit Infomaterial an alle Grundschüler verteilt.

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Bildungs- und Teilhabepaket: Florian Schmidt vom Fachbereich Soziales der Region stellt im Fachausschuss die BuT-Statistik von Laatzen im Regionsvergleich vor.

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler

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