Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Weniger Platz für Autos, mehr Sicherheit für Radler
Umland Laatzen Nachrichten Weniger Platz für Autos, mehr Sicherheit für Radler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 09.09.2017
Von Johannes Dorndorf
Auf den bislang drei Fahrspuren der Erich-Panitz-Straße sollen vor der Kreuzung drei werden. Die rechte Fahrspur wird dann zum Fahrradstreifen. Quelle: Dorndorf
Anzeige
Laatzen-Mitte

Im Oktober sollen die Bauarbeiten an der Stadtbahnhaltestelle Laatzen beginnen. Neu gestaltet wird dann auch die Verkehrsführung für Auto- und Radfahrer: Denn das Bauvorhaben umfasst auch die Neuanlage von Radwegen, Fahrbahn und Ampeln auf der Kreuzung Erich-Panitz-Straße/Wülferoder Straße.

Insbesondere für Radfahrer wird die Verkehrsführung künftig ungewohnt, wie bei der Vorstellung der Pläne am Dienstagabend im Ortsrat Laatzen deutlich wurde. Bislang führen die Radwege entlang der Erich-Panitz-Straße zunächst einige Meter in die Wülferoder Straße hinein, wo diese dann parallel zu den Fußgängern gekreuzt werden kann. Künftig sollen die Radfahrspuren stattdessen ohne Umwege geradeaus über die Kreuzung führen. Aus Richtung Norden wird der Radweg kurz vor der Kreuzung zudem auf die Straße geführt. Linksabbieger erhalten sogar die Möglichkeit, die Kreuzung in einem Schwung zu queren - mit eigener Linksabbiegerampel und einer abknickenden Fahrspur im Straßenbereich.

"Die Führung für Radfahrer ist bislang sehr unsicher", erläuterte Conrad Vinken, Teamleiter im Fachbereich Verkehr der Region Hannover, am Dienstag die Überlegungen dahinter. "Wenn man sich Unfälle ansieht, erkennt man Unfallhäufungslänge entlang der Erich-Panitz-Straße." Ursache sei häufig, dass Autofahrer beim Abbiegen Radfahrer übersehen.

Künftig werden solche Unfälle allein schon aufgrund der Ampelschaltungen verhindert: Sowohl Rechts- als auch Linksabbieger auf der Erich-Panitz-Straße haben künftig eigene Abbiegerampeln. "Die Radfahrer haben dann Rot", sagt Vinken - eine sichere Lösung.

Der Preis dafür ist allerdings der Verzicht auf jeweils eine der Geradeaus-Fahrspuren für Autofahrer, so dass entlang der Erich-Panitz-Straße jeweils nur eine solche Fahrspur verbleibt. Die CDU im Ortsrat sieht dies kritisch. "Ich sehe eine einseitige Drangsalierung der Autofahrer", findet David Novak. "Mit Abstand die meisten fahren geradeaus. Wenn die nur noch eine Spur in der Mitte haben, führt das zu erheblichen Rückstaus", glaubt Novak. 

Die Region habe dies bemessen, beteuerte Vinken - und für ausreichend befunden. "Selbst in Spitzenstunden kann der Verkehr abgewickelt werden." Wenn in solchen Stoßzeiten zehn bis zwölf Autos an der Ampel auflaufen würden, kämen diese immer noch "in  einer Rutsche bei Grün drüber". Er räumte ein, dass es nur vergleichsweise wenige Abbieger an der Kreuzung gebe. "Aber das Risiko für Radfahrer ist so gleich Null." Sollte es wider aller Berechnung zu Rückstaus kommen, ließen sich die Fahrbahnen mit wenig Aufwand neu markieren.

Vinken wies noch auf eine weitere Neuerung hin: Radfahrer aus Richtung Wülferoder Straße können sich künftig vor der Ampel auf einer Fläche direkt vor den Autos postieren und dann bei Grün nach links quer über die Kreuzung abbiegen.

Erneut aufgekommen ist im Ortsrat die Debatte um die Lage der Bushaltestellen im Kreuzungsbereich. Maximilian Last (CDU) bestand darauf, die Haltestellen von der Erich-Panitz-Straße in die Wülferoder Straße zu verlegen, um mehr Sicherheit zu schaffen. Das Problem: Dafür müssten die Linienführung derjenigen Busse verlegt werden, die auf der Erich-Panitz-Straße geradeaus fahren - ein erheblicher Umweg.

Beginnen sollen die Umgestaltung der Kreuzung nach Abschluss der Bauarbeiten für den Hochbahnsteig, der im August/September 2018 in Betrieb gehen soll.

Fotostrecke Laatzen: Weniger Platz für Autos, mehr Sicherheit für Radler

Wer bei seinem Gang zum stillen Örtchen gern unbeobachtet ist, dürfte bei der provisorischen Erweiterung des Erich-Kästner-Schulzentrums auf dem Ascheplatz eher ins Schlucken kommen. Dort steht eine Dixi-Toilette direkt zwischen den mobilen Klassenräumen und theoretisch unter vielfacher Beobachtung.

07.09.2017

Es wird keinen Ersatz für den weggefallenen Bolzplatz am Alt-Laatzener Kreuzweg geben. Ein entsprechender Vorstoß im Laatzener Ortsrat scheiterte jetzt an Bedenken der Stadtverwaltung. Diese sieht die Zahl der Bolzplätze in Alt-Laatzen als ausreichend an.

Johannes Dorndorf 09.09.2017

Die Laatzener Radsportler Kai-Peter Schubert und Thomas Hebecker wollten mal "ein wenig Berge fahren". Gemeinsam mit zwei Leichtathleten sind die Mitglieder des Stahlradvereins nun im Vinschgau in Südtirol gewesen. Ihr Ziel: das Stilfser Joch, der mit 2757 Metern höchste Gebirgspass Italiens.

09.09.2017
Anzeige