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Nachrichten AES gibt Ehrenerklärung ab
Umland Laatzen Nachrichten AES gibt Ehrenerklärung ab
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00:42 16.06.2018
Quelle: Daniel Junker
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Laatzen-Mitte

Die Albert-Einstein-Schule weist den Vorwurf des Laatzeners Joachim Gottschalk zurück, sich nicht zur Entfernung jüdischer Gedenksteine am Alt-Laatzener Ehrenmal vor knapp zwei Jahren geäußert zu haben. „Die AES ist von diesem latenten Vorwurf des Antisemitismus tief getroffen und fühlt sich in ihren Engagement missverstanden“, schreibt die Schule in einer von Schulleiter Christian Augustin unterzeichneten Ehrenerklärung. Es sei unverständlich, warum Gottschalk ausgerechnet die AES in diesem Zusammenhang nenne.

Wie berichtet, hatte das Amtsgericht Hanau eine Frau zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt, nachdem diese im November 2016 drei jüdische Gedenksteine von der Rückseite des Alt-Laatzener Ehrenmals entfernt hatte. Das Ablegen der Steine anlässlich des Volkstrauertags war seinerzeit von Schülern der AES initiiert worden. Gottschalk hatte die Schule später aufgefordert, die Tat zu verurteilen.

„Als Schule haben wir einen Bildungsauftrag. Die Verfolgung rechtsradikaler Straftaten obliegt den Gerichten, was in diesem Fall zu einer Verurteilung geführt hat. Dieses begrüßen wir ausdrücklich“, schreibt die Schule in ihrer Erklärung und betont, dass sie sich für die Aufarbeitung der Geschichte des Antisemitismus und der NS-Verbrechen besonders engagiere: Schüler wirkten beim Volkstrauertag und dem Gedenktag zu den Novemberpogromen sowie bei der Pflege des jüdischen Friedhofs in Gleidingen mit. Es gebe regelmäßig Projekttage, Gespräche mit Holocaust-Überlebenden und Besuche der Gedenkstätte Bergen-Belsen. „Die Gedenkkultur ist fester Bestandteil unseres Schullebens“, heißt es weiter. „Als Schulgemeinschaft weisen wir den Vorwurf, dem Antisemitismus nicht entgegen zu treten, mit aller Deutlichkeit zurück.“

Von Johannes Dorndorf

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