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CDU-Vorstandsmitglied tritt wegen GroKo aus

Laatzen CDU-Vorstandsmitglied tritt wegen GroKo aus

Die Bildung der Großen Koalition hat zu einem ersten Parteiaustritt in der Laatzener CDU geführt. Andreas Wedler, der zum 13-köpfigen Vorstandsteam gehört, hat seine Mitgliedschaft gekündigt – und teilt an seine Ex-Parteifreunde kräftig aus.

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Andreas Wedler

Quelle: Privat

Laatzen.  Die Bildung der Großen Koalition hat zu einem ersten Parteiaustritt in der Laatzener CDU geführt. Andreas Wedler, der zu dem 13-köpfigen Vorstandsteam des Laatzener Stadtverbands gehört, hat nach Bekanntwerden der Koalitionsvereinbarung seine Mitgliedschaft bei den Christdemokraten gekündigt. Der Rethener begündete seinen Schritt damit, dass die Bundes-CDU „den Sozialdemokraten sämtliche Schlüsselfunktionen der Regierung wie auch der programmatischen Inhalte geopfert“ habe. Die Laatzener CDU sei „dem selbstmörderischen Kurs der Parteiführung blind gefolgt“. Die Junge Union, der Wedler zuletzt als Schatzmeister angehörte, bezeichnet er als „selbstgefälligen Haufen“.

Wedler ist zugleich Mitglied des städtischen Kinder- und Jugendhilfeausschusses, wo er das DRK als Kita-Träger vertritt. Den Sitz dort wolle er niederlegen, „sofern dies ausdrücklich notwendig ist“. In diesem Fall wünsche er sich eine Übergabe des Sitzes an die AfD. Auch die Ämter als Bezirksvorsitzender und Vize-Landesvorsitzender des Freiheitlich-Konservativen Aufbruchs (Werte-Union) woll er abgeben.

Der stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Peter Friedsch bedauerte den Schritt. „Parteimitgliedschaft heißt auch immer, ein Stück weit eigene Kompromissfähgikeit zu zeigen“, sagt Friedsch. Wedler habe zuletzt öffentlich viel Kritik an der CDU geübt, aber sich innerparteilich nicht eingebracht.

Von Johannes Dorndorf

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