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Umland Laatzen Nachrichten Claudia Weber wird Schulleiterin in Grasdorf
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13:53 24.02.2018
Claudia Weber übernimmt am 1. März die Leitung der Grundschule Grasdorf. Quelle: Dorndorf
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Grasdorf

 Die Grundschule in Grasdorf bekommt eine neue Schulleiterin: Claudia Weber wird am 1. März die Geschäfte von Heinz Stock übernehmen, der sich künftig wieder auf die Leitung und Lehrtätigkeit an der Förderschule am Kiefernweg konzentriert. Die neue Rektorin kennt die Grasdorfer Einrichtung so gut wie nur wenige: Sie wohnt in Grasdorf, hier gingen ihre Kinder zu Schule, hier war sie Elternratsvorsitzende und hier unterrichtet sie seit mehr als 15 Jahren.

Laatzens kleinste Grundschule ist für Claudia Weber letztlich der Grund, warum sie überhaupt Lehrerin wurde. Aufgewachsen in Hannover, machte sie zunächst eine Ausbildung als Bankkauffrau und arbeitete im Bereich Baufinanzierung, bis sie sich auf ihre Rolle als Mutter konzentrierte. „Ich hatte ein kleines Familienunternehmen“, sagt Weber, die inzwischen fünf Kinder hat. Die Familie zog nach Grasdorf, wo die fünfjährige Tochter bald die Vorklasse der Grundschule besuchte. „Das ist 30 Jahre her“, sagt die 55-Jährige, die sich damals stark in der Elternarbeit engagierte, unter anderem als Elternratsvorsitzende war. „Ich habe damals die Klassenlehrerin unterstützt. Sie hat mich dann gefragt, warum ich nicht selbst Lehrerin werden will.“

Weber folgte dem Rat, begann mit 33 Jahren ein Studium des Grund- und Hauptschullehramts in Hannover mit den Fächern Deutsch, Sachkunde (Biologie) und Sport, gefolgt vom Referendariat an der Grundschule Hemmingen. Mit damals vier Kindern keine leichte Aufgabe: „Eine so anstrengende Zeit hatte ich nie wieder“, erinnert sich die Pädagogin.

Als sie dann im August 2002 – nach einem kurzen Intermezzo an der Orientierungsstufe in Alt-Laatzen – ihren Dienst in Grasdorf aufnahm, ging für Claudia Weber „ein Traum“ in Erfüllung, wie sie sagt. „Ich glaube, hier hängt mein Herz“, sagt sie über Grasdorf. An Laatzens kleinster Grundschule schätze sie das Familiäre: die Überschaubarkeit, einen vertrauensvollen Umgang unter Kollegen und die Offenheit den Eltern gegenüber. 

Dabei ist die Einrichtung inzwischen nicht mehr so klein wie zu den Zeiten, als bei unter 100 Schülern im Rat sogar über eine Schließung nachgedacht wurde: „Wir sind jetzt schon seit fünf Jahren zweizügig“, sagt Weber. Heute werden rund 135 Schüler von elf Grundschul- und drei Förderschullehrern, zwei pädagogischen Mitarbeitern, einem Sozialpädagogin, einem Referendar und zwei Studierenden unterrichtet und betreut.

Entsprechend eng sei es inzwischen geworden: „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Weber, die in ihrer neuen Funktion das Gespräch mit der Stadt suchen will. Benötigt würden an der Schule unter anderem Differenzierungsräume: „Wir sind alle verschieden, das ist auch bei Schülern so“, weiß Weber. Entsprechend wichtig sei es, die Kinder bei Bedarf getrennt in Gruppen unterrichten zu können – gerade in Zeiten der Inklusion. Schon länger dringt die Grundschule zudem auf einen größeren Gemeinschaftsraum für Aufführungen und Versammlungen.

Unbedingt behalten will die Schule auch den Sportplatz vor der Tür, für den eine Wohnbebauung im Gespräch ist. Denn zu den Besonderheiten der Grasdorfer Einrichtung zählt ihre Zertifizierung als Bewegte Schule: ein Etikett, das die frühere Schulleiterin Heidrun Weymann schon vor Jahren mit Unterstützung ihrer damaligen Vertreterin Weber forciert hat. Sichtbares Beispiel dafür ist das 2011 aufgestellte Klettergerüst auf dem Schulhof.  

Bewegung ist für Weber auch fester Bestandteil ihrer eigenen Freizeit: Sie tanzt gerne, macht Fitness, Jogging und Nordic Walking – „wenn es die Zeit zulässt“, wie sie betont. Das Hauptaugenmerk liege aber auf der Familie. Zu den fünf Kindern seien inzwischen vier Enkel dazugekommen. Da treffen sich dann das Private und das Berufliche: „Ich mag die Spontaneität von Kindern – und dass sie einem einem Spiegel vorhalten. Sie sehen Sachen, die wir Erwachsenen nicht mehr wahrnehmen.“

Die Führungsaufgabe ist für Weber kein Neuland. Schon früher hat die Grasdorferin die Schule vertretungsweise geleitet – unter anderem 2015 und 2016 als Abwesenheitsvertretung gemeinsam mit Bianca Bartel, die am 1. März Vertreterin Webers wird. Förderschulleiter Heinz Stock, der die Grundschule seit 2015 kommissarisch geleitet hat, wird am nächsten Dienstag bei einen kleinen Feierstunde verabschiedet.

Von Johannes Dorndorf

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