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Umland Laatzen Nachrichten Hausbesitzer können kostenlose Solar-Checks machen
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12:48 03.07.2018
Laatzens Klimaschutzmanager Bernd Rosenthal (von links), Hausbesitzer Gerd Apportin und Vanessa Kohlmeier von der Klimaschutzagentur Region Hannover schauen sich die Broschüre für die Solar-Checks der Klimaschutzagentur an. Im Hintergrund ist eine der Photovoltaik- und Solarthermieanlagen zu sehen, die Apportin auf seinen Gebäuden installiert hat. Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de
Grasdorf

Was muss ich beim Kauf einer Solaranlage beachten? Wie teuer ist so eine Anlage, und ist mein Haus überhaupt dafür geeignet? Wer schon einmal darüber nachgedacht hat, sein Eigenheim mit einer Solarthermie- oder Photovoltaikanlage auszustatten, könnte diesem Schritt bald ein Stück näher kommen. Noch bis Freitag, 13. Juli, bietet die Klimaschutzagentur im Rahmen einer speziellen Kampagne für Laatzen einen kostenlosen Solar-Check an. Bei einem Vor-Ort-Termin informiert ein unabhängiger Energieexperte Hausbesitzer im Rahmen einer individuellen Beratung kostenlos über eine möglich Umsetzung am eigenen Haus. Unter Photovoltaik versteht man die Produktion von Strom über Sonnenenergie, Solarthermie steht für die Wärmegewinnung. Die Anlagen werden in der Regel auf Häuserdächern installiert.

Bei einem Ortstermin beim Grünen-Politiker Gerd Apportin haben Laatzens Klimaschutzmanager Bernd Rosenthal und Vanessa Kohlmeier jetzt über die aktuelle Kampagne der Klimaschutzagentur informiert. Apportin hat seine drei Mehrfamilienhäuser und seine drei Gästehäuser an der Hildesheimer Straße bereits vor Jahrzehnten auf umweltfreundliche Energiegewinnung umgerüstet. Durch fortwährende Erneuerungen steigert er zudem die Effizienz der Anlagen. Gerade erst hat der Grasdorfer zwei Brennstoffzellen im Keller seines Wohnhauses installiert, mit denen er netzunabhängig Energie und Wärme gewinnen möchte. Damit will er den Basisverbrauch für seine Gebäude abdecken. Neben weiteren energieeffizienten Geräten betreibt Apportin in seinen Häusern zudem zwei Blockheizkraftwerke. Per Photovoltaik gewinnt er aus Sonnenenergie Strom, eine thermische Solaranlage erzeugt darüber hinaus Wärme. „Ich hatte mir als Kind schon gewünscht, dass ich den Energieversorgern irgendwann sagen möchte: Ihr könnt Euren Zähler abbauen“, sagt Apportin. Diesen Wunsch hat er sich nahezu erfüllt. „Meine Häuser sollen Ende dieses Jahres ein autarkes Stromnetz haben.“

Mittlerweile produziert Apportin wesentlich mehr Strom als er verbraucht. „Ich habe im vergangenen Jahr etwa 9000 Kilowattstunden Strom zugekauft, der selbst produzierte Strom liegt bei 35.000 Kilowattstunden.“ Der Überschuss wird ins reguläre Stromnetz eingespeist, dafür erhält der Grasdorfer eine Vergütung. Somit verdient Apportin mit seinen energieeffizienten Häusern jetzt sogar Geld. Was den Grasdorfer besonders freut: „In den letzten 35 Jahren sind die Kosten für Solaranlagen um den Faktor 10 gesunken: Anlagen, die damals noch 100.000 Euro gekostet haben, sind heute für weniger als 10.000 Euro zu haben.“

Die Investitionen des Grasdorfers sei ein gutes Beispiel, wie auch ältere Häuser energieeffizient umgebaut werden können, sagt Vanessa Kohlmeier. Die kostenlose Beratung durch die Klimaschutzagentur soll anderen Eigenheimbesitzern zeigen, wie sie ihre Häuser entsprechend umrüsten können. Im Rahmen der aktuellen Kampagne haben die Energieberater insbesondere die Solarthermie und die Photovoltaik im Blick: Sie überprüfen zum Beispiel den Zustand des Dachs, den Einstrahlungswinkel der Sonne und eine mögliche Verschattung, aber auch die vorhandene Heizungsanlage.

Vor Ort schauen sich die Experten im Rahmen der etwa einstündigen Beratung auch den aktuellen Strom- und Wärmeverbrauch an. Sie informieren über die Speichertechnik für den gewonnene Strom sowie Fördermöglichkeiten bei der Einrichtung einer Solarthermie- oder Photovoltaikanlage. Hausbesitzer erhalten darüber hinaus Informationen über Fördermittel und den Kontakt zu passenden Ansprechpartnern.

Für die Solarenergieberatung können sich Hausbesitzer in Laatzen noch bis Freitag, 13. Juli, unter Telefon (0511) 22002288 sowie im Internet auf www.solar-checks.de anmelden.

Von Daniel Junker

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