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Umland Laatzen Nachrichten Das Luftfahrtmuseum wird 25 – und feiert
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00:40 16.04.2018
Gastredner Rolf Henke (links) und der Vereinsvorsitzende Marcus Leonhardt freuen sich über das Jubiläum. Quelle: Torsten Lippelt
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Laatzen

 Vor 25 Jahren wurde das Luftfahrtmuseum Laatzen-Hannover gegründet. Mitarbeiter, Mitglieder des Museumsvereins und Gäste haben das Jubiläum am Freitagnachmittag in den Museumsräumen an der Ulmer Straße gefeiert. 

Der Vereinsvorsitzende Marcus Leonhardt begrüßte etwa 140 Besucher in der großen Ausstellungshalle, unter anderem Karl Kössler, den ehemaligen Leiter des Luftfahrt-Bundesamtes und das einzige Vereins-Ehrenmitglied. Leonhardt erläuterte, warum die Einrichtung ein Museum und keineswegs nur eine bloße Sammlung sei: „In einem Museum werden aus Deponaten Exponate.“ Die Geschichte der Luftfahrt würde durch die Exponate und die Mitabeiter mit ihrer historischen Expertise lebendig gemacht. 

Leonhardt blickte in seiner Jubiläumsrede auf die Entwicklung von der Sammlung seines Vaters und Museumsbegründers Günter Leonhardt bis zum aktuellen Museum zurück. Er skizzierte dabei den Weg und die Unterschiede „vom Deponat zum Exponat“, zu dem die von jährlich rund 10.000 Besuchern genutzte öffentliche und wissenschaftlich unterfütterte Präsentation der internationalen Luftfahrt ebenso gehört wie die inzwischen von bis zu 150 Kindern im Jahr besuchten Museumspädagogik-Angebote von Aktiven, wie unter anderem Astrid Hildebrandt. „Wir haben uns das hier angeschaut – und haben gleich gesagt, da machen wir mit“, zeigten sich auch die beiden MTU-Auszubildenden Alexander Popp und Timo Heller begeistert von den Möglichkeiten der Mitarbeit im rund 150 Mitglieder zählenden Verein.

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Vor 25 Jahren wurde das Luftfahrtmuseum Laatzen-Hannover gegründet. Am Freitagnachmittag feierte die Einrichtung an der Ulmer Straße das Jubiläum.

Gastredner Rolf Henke, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), wusste mit seinem Festvortrag auch weniger mit der Luftfahrt Betraute durch Rückblicke in die Historie und Ausblicke in die Zukunft der Fliegerei zu interessieren. „Rein elektrisch betriebene Flugzeuge wird es in näherer Zukunft nur dann geben, wenn diesbezüglich politisch oder gesellschaftlich dabei Druck auf den Kessel kommt. Sonst bleiben uns die jetzt bekannten Flugzeuge noch bis zu drei Jahrzehnte erhalten“, prognostizierte er im Hinblick auf Abgas-Diskussionen. „Bei allem gilt, immer den besten Kompromiss in der notwendigen Zeit zu finden“, sagte er. 

Marcus Leonhardt schaut beim Blick in die Zukunft vor allem auf die finanzielle Absicherung des Museumsbetriebes für die Öffentlichkeit. „Wir erhalten keine öffentliche Förderung und leben quasi nur von den Mitgliedsbeiträgen und dem Eintrittsgeld der Besucher, von Spenden unserer Förderer und etwas Geld aus einer Stiftung“, listete der Vorsitzende auf. Überlegenswert sei es deshalb, bei Bedarf das Museum mit seinen Exponaten möglicherweise in ein anderes, bestehendes technisches Museum zu integrieren oder aber ein räumliches und zeithistorisches Umfeld zu finden, bei dem die Thematik des Fliegens stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit steht. 

Von Torsten Lippelt

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