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Nachrichten Park der Sinne kostet künftig 1000 Euro Miete
Umland Laatzen Nachrichten Park der Sinne kostet künftig 1000 Euro Miete
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14:09 23.02.2018
Für Führungen im Park der Sinne erhält die Stadt drei Euro pro Teilnehmer. Bei Gruppen mit bis zu 25 Personen sind es 50 Euro. Wer den Park für einen ganzen Tag mieten will, zahlt 1000 Euro. Quelle: Lippelt
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Laatzen

 Nun also doch: Der Rat der Stadt Laatzen wird voraussichtlich in seiner März-Sitzung darüber entscheiden, wie wie Geld die Stadt künftig für die Nutzung ihrer Gebäude und anderer Einrichtungen verlangt. Damit könnte eine mehr als vierjährige Beratung über das lange umstrittene Thema enden. Laatzens Politiker hatten erstmals im August 2013 über das Regelwerk beraten – damals hagelte es Kritik.

Wer beispielsweise das Forum in der Albert-Einstein-Schule oder im Erich-Kästner-Schulzentrum nutzen will, zahlt künftig 100 Euro pro angefangene Stunde. Klassenräume kosten 50 Euro stündlich, für Räume zwischen 80 und 150 Quadratmetern müssen 50 bis 100 Euro berappt werden. Für Räume im Familienzentrum und im Stadthaus stellt die Stadt 10 bis 50 Euro pro Stunde in Rechnung, für den Schulungsraum in der Feuerwache 100 Euro.

Richtig ins Geld gehen kann eine Feier im Park der Sinne. 1000 Euro pro Veranstaltungstag berechnet die Stadtverwaltung künftig, sollte die Richtlinie beschlossen werden. Auch wer privat Führungen anbietet, muss zahlen: Die Stadt verdient 3 Euro pro erwachsenem Teilnehmer mit, bei Gruppen von bis zu 25 Personen sind es pauschal 50 Euro. Kommerzielle Führungen kosten 100 Euro,  gewerbliche Fotoshootings im Park 100 Euro. Und wer seine Trauung im Park (maximal zwei Stunden lang) feiert, wird mit 225 Euro zur Kasse gebeten.

Laatzens Vereine, Verbände, Institutionen und Gruppen sind von den Gebühren ausgeschlossen, wenn sie öffentlichen Einrichtungen „für Zwecke der Bildung, Gesundheit, Kultur, Gesellschaft, Politik und des Sports“ nutzen. Bei kommerziellen Nutzungen gibt es wiederum Einschränkungen: Ausdrücklich untersagt sind Verkaufs- und Werbeveranstaltungen – Kaffeefahrten mit anschließender Abzocke im Stadthaus wird es also auch künftig in Laatzen nicht geben. Nur wer ehrenamtlich tätig ist, darf ausnahmsweise Privatfeiern im Stadthaus, im Familienzentrum oder im Generationstreff Gleidingen ausrichten.  

Hauptgrund für die Einführung der Richtlinie ist eine Vereinheitlichung, wie Stadtsprecher Matthias Brinkmann erläutert. Waren die Mietsätze bislang auf mehrere Nutzerordnungen verteilt, soll die Vergabe von Räumen künftig einheitlich geregelt werden. Im gleichen Zug steigen allerdings auch die Gebühren: Berechnete die Stadt beispielsweise für Klassenräume bislang 15 bis 30 Euro, sind es nun 50 Euro. Bei Schulforen bewegte sich der Preis früher – je nach Wochentag und Uhrzeit – zwischen 30 und 100 Euro, künftig sind es einheitlich 100 Euro. 

Die erstmals 2013 von der Stadtverwaltung in die Diskussion eingebrachte Richtlinie war unter Laatzens Rats- und Ortsratspolitikern lange umstritten. Unter anderem gab es Bedenken, dass Kirchen von der Regelung ausgeschlossen sein könnten, was die Verwaltung inzwischen ausschließt: Diese würden als „Institutionen“ indirekt berücksichtigt. Kritisiert wurden seinerzeit auch die Höhe der Gebühren – 50 Euro für einen Klassenraum seien beispielsweise zu teuer –, ein Hang zur Überregulierung, aber auch eine Sonderbestimmung für den Park der Sinne: Wer dort einen Caterer beauftragen will, muss den Betreiber des Gartenhauses in Anspruch nehmen, falls dieser „ortsübliche Konditionen“ anbietet.

Im Grundsatz hat sich an den Punkten seitdem nichts verändert – und doch war in der jüngsten Sitzung  des Sozialausschusses keine Kritik mehr zu hören: Das Papier war Laatzens Sozialpolitikern keine Aussprache wert und ging einstimmig durch. Die endgültige Entscheidung soll am 15. März im Rat der Stadt fallen.

Von Johannes Dorndorf

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