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Umland Laatzen Nachrichten Stadt streicht Elternbeiträge für Kindergartenkinder
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00:45 16.06.2018
Symbolbild Kindergarten. Quelle: Archiv
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Laatzen

Die Betreuung von Jungen und Mädchen in einem Laatzener Kindergarten soll für Eltern künftig kostenfrei sein. Das hat der Kinder- und Jugendhilfeauschuss am Montag einhellig beschlossen. Vorbehaltlich der noch ausstehenden Entscheidung des Landes Niedersachsen, die Beitragsfreiheit in Kindergärten zum 1. August auf alle Kindergartenkinder auszuweiten, sollen in Laatzen alle Kindergarteplätze ohne Elternbeiträge finanziert werden. Entsprechend der gewählten Betreuungszeiten und jeweiligen Einkommen sparen Eltern damit Beiträge zwischen 60 und 216 Euro im Monat für ein Kind. Einzig die Betreuungen zu den Sonderöffnungszeiten in der Kita Sudwiesenstraße zwischen 5.45 bis 7 Uhr sowie 16 und 20.30 Uhr sollen weiterhin berechnet werden.

Im Allgemeinen bezieht sich die Beitragsfreiheit auf eine maximale Betreuungszeit von 8 Stunden am Tag oder 40 Stunden in der Woche – tatsächlich aber werden Kinder auch länger betreut. „Wir haben mit den Einrichtungen gesprochen. Es wird bedarfsgerecht entschieden und gibt Betreuungszeiten von mehr als 40 Stunden“, erklärte der Fachbereichsleiter Soziales Thomas Schrader am Montag in der Sitzung. Offiziell sind es in Laatzen 41 Stunden.

Streng genommen, müsste schon jede zusätzliche halbe Stunde kalkuliert und in Rechnung gestellt werden. Dies gelte nicht nur für berufstätige Eltern, die ihre für den Ganztag angemeldeten Kinder mit entsprechendem Nachweis des Arbeitgebers zum normalen Frühdienst zwischen 7 und 8 Uhr bringen. Zusätzliche Betreuung fällt mitunter auch bei der verlängerten Freitagsbetreuungen bis 16.30 Uhr in einzelnen Einrichtungen sowie bei der Betreuung während der Schließzeit an. Um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten, empfahl die Verwaltung die generelle Beitragsfreiheit.

Davon ausgenommen sein sollen lediglich die Sonderöffnungszeiten in der Kita Sudewiesenstraße, für die Eltern ein sogenanntes Studendeputat erwerben können und die auch kurzfristig Betreuungen ab 5.45 und bis 20.30 Uhr – nicht selten im Verhältnis eins zu eins –garantiert. „Wir haben Personalaufwand und Eltern überlegen sich, wenn sie etwas zahlen, was sie wirklich brauchen“, so der Fachbereichsleiter Er plädiere daher dafür, die Entgeldregelung beizubehalten, zumal das sehr individuelle Angebot nur in der Kita Sudwiesenstraße angeboten werde.

Eltern sparen zwischen 60 und 216 Euro im Monat

Bisher zahlen Eltern noch einkommenabhängig zwischen 60 und 149 Euro pro Monat für einen Halbtagspatz von 8 bis 12 Uhr. Für die Ganztagsbetreuung sind derzeit noch Monatsbeiträge von 96 bis 216 Euro fällig. Diese Elternbeiträge sollen nun zum August wegfallen.

Die Finanzierung der Beitragsfreiheit stellt für die Stadt kein Problem mehr da, nachdem sich das Land im Mai mit den kommunalen Spitzenverbänden auf ein Finanzierungsmodell geeinigt hat. So will das Land kurzfristig seine Finanzhilfe für Kindergartenpersonal von 20 auf 55 Prozent anheben. Bis zum Betreuungsjahr 2021/22 soll der Anteil weiter jährlich um jeweils ein Prozentpunkt bis 58 Prozent angehoben werden. Zwar sei der beitragsfreie Kindergarten in Laatzen im ersten Jahr noch knapp unterfinanziert, bereits ab 2019/20 aber würden die Mindereinnahmen durch den Wegfall der Elternbeiträge durch die Finanzhilfe des Landes ausgeglichen, so Schrader.

Der Ausschuss hat dem Beschlussvorschlag am Montag einhellig zugestimmt. Am Donnerstag, 14. Juni, wird er dann dem Rat zu Entscheidung vorgelegt. Die Sitzung im Forum der Albert-Einstein-Schule an der Wülferoder Straße beginnt um 18 Uhr.

Von Astrid Köhler

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