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Initiative lädt zu Fairtrade-Veranstaltung im März ein

“Fair-Anstaltung“ in Laatzen Initiative lädt zu Fairtrade-Veranstaltung im März ein

Geht es nach der Lenkungsgruppe wird Laatzen noch 2018 als Fairtrade-Town ausgezeichnet. Zu den Voraussetzungen gehört es, ausreichend Geschäftspartner zu finden, die fair gehandelte Produkte anbieten und die Öffentlichkeit zu informieren. Für Freitag, 2. März, ist nun eine „Fair-Anstaltung“ geplant.

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Der Umsatz mit Fairtrade-Produkten wächst wie auch das Bewusstsein der Verbraucher für die sozialen, ökologoischen und ökonomischen Bedingungen in den Erzeugerländern. Die Stadt Laatzen strebt für 2018 die Auszeichnung als Fairtrade-Kommune an. Sie will Einzelhändler, Gastronomen und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilieren und zum Mitmachen anregen.

Quelle: TransFair e.V.

Laatzen-Mitte.  Kaffee- und Kakaobohnen, viele Früchte, Kleidung und zahlreiche weitere Produkte, mit denen in Deutschland und anderen reichen Industrieländern gehandelt wird, stammen von Erzeugern oder Arbeitern aus eher armen Ländern der Welt. Deren soziale, ökologische und ökonomische Bedingungen interessierte lange Zeit die wenigsten Konsumenten, doch dank verschiedener Initativen und Labels hat sich das Bewusstsein für fair gehandelte Produkte in den letzten Jahren geschärft. Seit 2009 unterstützen nun auch immer mehr Städte den fairen Handel und schon bald will auch Laatzen zu den sogenannten Fairtrade-Kommunen gehören, von denen es aktuell im Bundesgebiet 525 gibt. Um das Thema bekannter zu machen und alle Voraussetzungen für eine Auszeichnung zu erfüllen, ist für Freitag, 2. März, 19 bis 22 Uhr eine sogenannten „Fair-Anstaltung“ geplant – im Amano-Restaurant an der Gutenbergstraße. 

„Im Mittelpunkt steht die Modenschau Fair Fashion, Mode aus fairem Handel“, erklärte Peter Hellemann von der siebenköpfigen Steuerungsgruppe für die Bewerbung Laatzens, zu der auch die Initiatorin Sabrina Teuber von dem Bekleidungsgeschäft Shelley’s Concept Store gehört. In zwei Durchgängen von jeweils 15 Minuten Länge soll eine Auswahl fair gehandelter Mode präsentiert werden. In der Pause bietet das Team des Amano-Restaurants „faire Snacks“ an. Danach geht es im Untergeschoss weiter mit einer Ausstellung verschiedener Laatzener Gruppen und Einzelhändler, die teilweise auch Musterwaren verkaufen. Zugesagt haben laut Hellemann bereits Vertreter von Rewe, Blume 2000, Contigo und El Puente sowie das Bekleidungsgeschäft Shelley’s Concept Store und die Thomasgemeinde. Letztere betreibt bereits seit mehr als 20 Jahren einen Eine-Welt-Laden. 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Die Organisatoren bitten aber aus Platzgründen und zu Planungszwecken um vorherige Anmeldung über die Internetseite www.fairtrade-town-laatzen.de. Dort ist unter anderem auch eine Liste mit Geschäften und Gastronomiebetrieben zu finden, die Fair-Trade-Produkte anbieten. 

Die Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt gibt es seit April 2009, und die ersten drei Städte, die sie seinerzeit erhielten, waren Saarbrücken, Neuss und Dortmund. Hannover kam 2010 als bundesweit 13. Stadt hinzu – und als erste von derzeit 26 in Niedersachsen, darunter Hildesheim und Garbsen.

Sieben Mitglieder engagieren sich in Lenkungsgruppe

Seit Januar 2018 gehört Laatzen offiziell zu den Bewerberstädten. Zwei der fünf Kriterien hat die Kommune bereits erfüllt: seit 2016 liegt der Ratsbeschluss vor und 2017 wurde die Steuerungsgruppe gebildet, um die Aktivitäten vor Ort zu organisieren. Neben Hellemann und der Geschäftsfrau Steuber gehören noch der Grünen-Politiker Andreas Quasten, Hella Flohr vom Förderverein Park der Sinne und der Bürger Wilfried Rabe dazu. Seit einiger Zeit engagieren sich zudem Rüdiger Janecke (ADFC) und der Fraktionsvorsitzende der Laatzener Grünen, Mathias Krüger, in der Steuerungsgruppe.

Um als Fairtrade-Stadt anerkennt zu werden, müssen in Laatzen noch fünf Gastronomiebetriebe und neun Einzelhändler gefunden werden, die mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten. Der vierte und fünfte Punkt betrifft die Zivilgesellschaft und die Medien. Dabei sollen Produkte aus fairem Handel in öffentlichen Einrichtungen angeboten werden und über die Aktivitäten der Fairtrade-Town-Iniative berichtet werden. Das Aqualaatzium und auch die größte, öffentliche Bertiebskanine Laatzens, die der Deutschen Rentenversicherung, machten bereits mit, sagte Hellemann: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Wenn alles gut laufe, könnte es im Zuge der sogenannten fairen Wochen vom 14. bis 28. September mit der Auszeichnung für Laatzen klappen.

Von Astrid Köhler

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