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Umland Laatzen Nachrichten Müll im Mastbruchholz ärgert Naturschützer
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00:36 30.03.2018
Ärgern sich über den Müll am Waldrand und im Mastbruchholz: Manfred Vogel (von links) von der Agenda 21 und Nabu-Mitglied Rainer Picht. Quelle: Astrid Köhler
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Laatzen-Mitte

 Pappbecher, Flaschen, Bonbonpapier, Essensreste, Styroporteile, alte Grünpflanzen, Plastiktüten, Zigarettenpackungen, diverse Beutel mit Hundekot, alten Fliesen und noch vieles mehr haben acht Freiwillige bei der am Wochenende von Nabu-Mitglied Rainer Picht organisierten und mit der Gruppe Agenda 21 durchgeführten Säuberungsaktion im Mastbruchholz gesammelt. Der aufgelesene Müll füllte schließlich 22 Säcke, die mit zwei Anhängerladungen ins Zwischenlager nach Grasdorf gebracht wurden. Als die Helfer aber nach ihrem fast dreistündigen Einsatz am Waldrand zur Otto-Hahn-Straße herauskamen, reichte es ihnen. Statt auch noch dort den Unrat aus den Büschen zu fischen, luden zwei von ihnen am Montag zu einem kleinen Pressetermin ein.

Die mit dem Müll aus dem Mastbruchholz gefüllten Säcke – insgesamt 22 – wurden nach der Sammelaktion am Wochenende mit zwei Anhängerladungen ins Zwischenlager nach Grasdorf gebracht. Von dort holt sie Aha nach Ostern ab. Quelle: Matthias Woithe

„Müll im Mastbruchholz, war immer schon ein Problem, aber in dieser Form habe ich es noch nicht gesehen“, sagt Manfred Vogel von der Gruppe Agenda 21, der die Öffentlichkeit für das Problem sensibilisiern will. Entlang der Gutenberg- und der Otto-Hahn-Straße finde sich immer wieder besonders viel Unrat.

Viele Einmal-Getränkebecher und Zigarettenpackungen liegen am Waldrand des Mastbruchholzes. Quelle: Astrid Köhler

Die Häufung dort habe nicht unbedingt etwas mit den Anwohnern zu tun als vielmehr mit der Lage der Straßen, meint Vogel: „Die Leute fahren an den Waldrand ran und laden ihren Müll ab.“ Dabei müsse doch klar sein, dass der 20 Hektar große Naturwald mit seinen besonderen Vorkommen von Bodendeckern, Laubbäumen und generell der schützenswerten Flora und Fauna keine Schuttabladestelle sei.

Rainer Picht pfichtet dem bei. Was dem Nabu-Mitglied zudem auffällt: Obwohl das Mastbruchholz ein Wildschongebiet ist, in dem Hunde ganzjährig anzuleinen sind, lassen viele ihre Vierbeiner frei laufen. Von den fünf Hundebesitzern, denen Vogel und Picht bei ihrem Rundgang am Montag begegneten, hatten nur zwei ihrer Tiere angeleint.

Der Blick auf den Müll macht indes deutlich: Neben Menschen, die Gartenabfälle wie Rasenschnitt oder alte Balkonpflanzen und -töpfe abladen, gehören offenbar auch solche zu den Verursachern, die nach einer Pause ihre Essensreste am Waldrand entsorgen. So sollen auch schon Lastwagenfahrer gesehen worden sein, die ihren Müll nicht wie sonst üblich mitnahmen, heißt es.

Auch Grünschnitt und Pflanzenreste gehören nicht in den Wald – zumal in Plastiktüten gewickelt. Quelle: Astrid Köhler

Vogel und Picht wünschen sich, dass mehr Menschen ihren Müll richtig entsorgen und sich ansonsten bei nötigen künftigen Sammelaktionen noch mehr Anwohner beteiligen. Es müsse doch auch in deren Interesse sein, nicht permanent auf eine halbe Müllhalde zu blicken, meinen sie. 

Ganz stillehalten konnten die Helfer schließlich doch nicht. Am Dienstag  schnappte sich die gleichfalls in der Gruppe Agenda 21 engagierte Helferin Hannelore Seipp weitere Säcke, um auch noch den verbliebenen Randstreifen an der Otto-Hahn-Straße zu säubern. 

Von Astrid Köhler

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