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Grasdorfer Schutzstation bekommt 200.000 Euro

Grasdorf Grasdorfer Schutzstation bekommt 200.000 Euro

Die Ökologische Schutzstation in Grasdorf bekommt Geld vom Land: Nach Angaben der SPD-Landestagsabgeordneten Silke Lesemann kann die 2012 gegründete Einrichtung mit bis zu 200.000 Euro für Naturschutzprojekte rechnen. Die nächsten Öko-Projekte stehen bereits in den Startlöchern.

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Die Ökologische Station Mittleres Leinetal (ÖSML) im ehemaligen Grasdorfer Igelhaus kann mit Landeshilfe in den nächsten Jahren mehrere Projekte finanzieren - so will es die SPD auf Landesebene.

Quelle: Dorndorf

Grasdorf. "Das sichert unsere Existenz", jubelte Gertraude Kruse, Vorsitzende des Trägervereins der Ökologische Station Mittlere Leinetal (ÖSML), nachdem die Nachricht jetzt bekannt wurde. Die bisherige Finanzierung durch die Region Hannover sei nur bis Ende des ersten Quartals 2016 gesichert gewesen, "dann hätte man weitersehen müssen".

Dies ist nun wohl nicht mehr nötig. Die SPD-Landtagsfraktion hat am Dienstag beschlossen, dass das Land die Mittel für die insgesamt zwölf ökologischen Stationen in Niedersachsen um 669.000 auf 2,2 Millionen Euro aufstocken will. Erstmals profitieren würde die ÖSML, die als jüngste Schutzstation bisher kein Geld vom Land bekam.

"Es ist ein Stück weit der Lohn für die Arbeit, die wir gemacht haben", sagt Kruse. Zu den bisherigen Projekten der Station, die im früheren Igelhaus neben dem Naturschutzzentrum Alte Feuerwache an der Ohestraße untergebracht ist, zählt unter anderem die Einrichtung eines Bibermanagements in der Leineaue. Es soll Konflikten zwischen Biber und Mensch - etwa der Landwirtschaft - durch Beratung vorbeugen und die Akzeptanz der Tiere in dem streng geschützten Gebiet erhöhen.

Nach der Aufstockung des Landesbudget ist der Weg frei für die Beantragung weiterer Projekte. "Wir haben zum Beispiel ein Konzept zur Beweidung der Leineaue im Kopf", sagt Kruse. Möglich seien auch Aktivitäten zum Feldhamsterschutz. "Man muss das Tier weiter schützen, aber auch in Einklang bringen mit Bedürfnissen der Landwirtschaft", sagt Kruse. So könnte die ÖSML Landwirten Hilfestellung dabei geben, wenn es darum geht, die mit Förderanträgen verbundene Bürokratie zu bewältigen. Ein Gutachten zur Wiederansiedlung des Laubfroschs sei in Zusammenarbeit mit der Uni Hildesheim in Arbeit.

Von Johannes Dorndorf

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