Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Friedhofskapelle soll ein festes Vordach erhalten

Ingeln-Oesselse Friedhofskapelle soll ein festes Vordach erhalten

Geht es nach dem Ortsrat Ingeln-Oesselse, dann wird die Friedhofskapelle nahe dem Michaelisweg mit einem festen Vordach ausgestattet. Eine von der Verwaltung als Wetterschutz für größere Trauerfeiern vorgeschlagene Markise lehnte das Gremium jüngst ab.

Voriger Artikel
Unfall: Geländewagen fährt auf Stadtbahn-Gleise
Nächster Artikel
Zu teuer: „Denkmal der Hoffnung“ ist gescheitert

Die Friedhofskapelle in Imgeln-Oesselse soll ein festes Vordach erhalten.

Quelle: Astrid Köhler

Ingeln-Oesselse.  Die Friedhofskapelle in Ingeln-Oesselse soll weiterhin ein festes Vordach erhalten. Das hat der Ortsrat bei der jüngsten Sitzung deutlich gemacht. Die Bedenken der Verwaltung wies er ebenso zurück wie deren Vorschlag, eine platzsparende und windstabile Markise anzubauen, die bei größeren Trauerfeiern ausgefahren werden kann.

Einer dauerhafte Überdachung bei der Kapelle könne zum Anziehungspunkt für Menschen werden, die niemand auf einem Friehof sehen wolle, sagte Baufachleiter Jürgen Pagels: „Das zeigen Erfahrungen von anderen Friedhöfen.“ Ebenfalls gegen ein festes Vordach spreche die Statik und der Platz. Bei entsprechender Größe könne das Vordach nur mit einem Stützpfosten gehalten werden und dieser wiederum Fahrzeugen im Weg sein, so der Baufachleiter. Der Betriebsverkehr auf dem Friedhof sei aber zu gewährleisten. Eine wetterfeste, windstabile und bis auf 3,5 Meter ausfahrbare und 4,50 Meter breite Markise sei aus Sicht der Verwaltung ein guter Kompromiss, so Pagels.

Ein temporärer Regenschutz, der nur von Menschen mit entsprechendem Schlüssel ausgefahren werden könne, reiche nicht aus, meinte CDU-Ortsratsherr Andreas Aue: „Wir brauchen ganztätig die Möglichkeit zum Unterstellen, nicht nur bei Beerdigungen.“ Seitdem der frühere Vorraum der Kapelle mit einer Glastür verschlossen wurde, gebe es keinen Unterstand mehr auf dem Friedhof.  Selbst wenn das Dach nun kleiner ausfallen müsse, damit es sich selbst trägt und Friedhofsfahrzeuge nicht durch dessen Größe oder Stützen behindere, sei dies immer noch der Wunsch. Ähnlich äußerten sich Günther Sahm und Ortsbürgermeister Heinrich Hennies (beide CDU) und Thomas Kasten (SPD). Die Sorgen der Verwaltung vor einem „unerwünschten Personenkreis“ oder Vandalismus  teilte der Ortsrat nicht.

Bis zur nächsten Sitzung Ende Mai solle die Verwaltung nun einen Vorschlag erarbeiten. In der Kapelle selbst ist Platz für 80 Menschen und in dem Vorraum für weitere 20. Für sehr großen Trauerfeiern steht alternativ noch die St.- Nicolai-Kirche im Ort zur Verfügung.

Wann das Vordach, das im Haushalt mit 15.000 Euro und einem noch vom Rat aufzuhebenden Sperrvermerk vermerkt ist, tatsächlich gebaut wird, ist noch unklar. Die Stadtverwaltung rechnet angesichts dringenderer Projekte wie der Brandschutznachrüstung in Kindertagesstätten und Schulen erst in einigen Jahren damit. 

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten