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Umland Laatzen Nachrichten Kinder bewerten „blöde und tolle“ Orte im Stadtteil
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00:27 30.03.2018
In drei Gruppen erkunden 36 Kinder bei der Forscherteamwoche der Jugendpflege Laatzen-Mitte, beurteilen "blöde" und "tolle" Orte und führen Interviews. Quelle: Torsten Lippelt
Laatzen-Mitte

  Unter dem Motto „Laatzen-Mitte auf der Spur“ haben sich am Dienstag 36 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren vom Kinder- und Jugendzentrum (KiJu) in der Pestalozzistraße aus auf die Suche nach „blöden und tollen Orten“ gemacht. Angeleitet wird das viertägige Forschungsprojekt von den Mitarbeitern im Kinder- und Jugendbüro. Mit Interviews von Passanten sollten die Schüler zudem Meinungen zur Wertigkeit der Umgebung einholen. 

Kinder suchen am Dienstag im Zuge des viertägigen Forschungsprojektes des Kinder- und Jugenbüros im „tolle“ und „blöde“ Orte im Stadtteil und befragen Bürger.

In drei Gruppen marschierten die Kinder mit ihren – auch ehrenamtlichen - Projektbetreuern bei sonnigem Frühlingswetter los. Ihre Eindrücke hielten sie auf Papier oder mit Smiley-Masken auf Fotos fest. Außerdem befragten sie Bürger nach deren Zufriedenheit und was diese täten, „wenn sie König oder Königin von Laatzen-Mitte wären“. Während sich die Erwachsenen durchaus zufrieden mit den Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil zeigten, allenfalls etwas mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum wünschten, fanden die Kinder neben den gesuchten „tollen Orte“ auch „blöde Orte“. 

Zuspruch für Abenteuerspielplatz

Großen Zuspruch gab es für den Abenteuerspielplatz Pestalozzistraße. Die Kinder lobten allgemein die vielfältigen Möglichkeiten und die große Rutsche, weshalb sie wie der neunjährige Nolan bei der Abstimmung auch zahlreiche auf Pappteller gemalten lächelnden Emojis in die Luft hielten. Auch das angrenzende Mastbruchholz fand viele Freunde: „Ich mag Tier und Natur, daher auch diesen Wald“, sagte der elfjährige Justin. „Und es riecht toll nach Natur und stinkt nicht, wie an der Hauptstraße“, ergänzte Lilli (8). 

Ein gleichmäßiges Für und Wider gab es hingegen am Marktteich, der einem Ratsbeschluss entsprechend zugeschüttet und in eine Grünfläche umgewandelt werden soll. Während die einen den kleinen See mit seinen Enten toll fanden, beurteilten anderen Kinder ihn als „dreckig, mit Einkaufswagen darin“, so Lia (7). „Da ist auch ein Roller und kaputtes Glas im Wasser“, kritisierte Fahima (9).

Ortsteilerkundungen gibt es seit 2001

Seit 2001 führt die Jugendpflege im jährlichen Wechsel in den Osterferien Ortsteilerkundungen in Ingeln-Oesselse, Gleidingen, Rethen, Grasdorf, Laatzen-Mitte und Alt-Laatzen durch. Die Aktion in Laatzen-Mitte ist bereits die Dritte.

„Kinder und Jugendliche halten sich häufiger als Erwachsene in ihren Wohnquartieren auf und haben einen anderen Blickwinkel als Erwachsene“, erklärte Stadtjugendpfleger Thorsten Soboll, der das Programm mit seiner Kollegin Yvonne Schwarz erarbeitet hat. Was liegt da näher, als das Wissen spielerisch und erlebnisorientiert für die Beurteilung des Ortsteiles nutzbar zu machen. Der Jugendpfleger hofft, die Laatzener Politik auf diese Weise mehr über die Interessen von Kindern erfährt.

Das Ferienprojekt hatte am Montag mit einem Spielplatztest, Gesellschaftsspielen und einem Bastelprojekten begonnen und wird am Mittwoch mit der Geschwindigkeitsmessung von Autos fortgesetzt. Treffpunkt ist wieder um 10 Uhr im KiJu an der Pestalozzistraße. 

Ergebnisse werden am Donnerstag präsentiert

Seinen Höhepunkt und Abschluss findet die Ortsteilerkundung am Donnerstag, 29. März, mit einer öffentlichen Präsentation der gesammelten Ergebnisse. Diese beginnt um 16 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum.

Von Torsten Lippelt

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