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Umland Laatzen Nachrichten Erntewanderung stößt auf große Resonanz
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00:16 25.07.2018
Herbert Mohr (links) erklärt den Teilnehmern, welche Obstsorten am Kuhanger wachsen. Quelle: Stephanie Zerm
Pattensen-Mitte

Rund 40 Pattenser sind am Sonnabend der Einladung des Wegeteams gefolgt und haben an einer Erntewanderung auf dem Calenberger Ackerweg teilgenommen. Um Punkt 10 Uhr ging es am Pattenser Bad los. Geführt wurden die Teilnehmer, die sich in Radfahrer und Fußgänger teilten, von Herbert Mohr, Günter Gutknecht und Herbert Meyer vom Wegeteam. Außerdem gab der pensionierte Landwirt und Ortsbürgermeister Günter Bötger Auskunft über verschiedene Feldfrüchte. Begleitet wurde der Tross vom ebenfalls pensionierten Landwirt Albert Timpe und seinem historischen Lanz Bulldog aus dem Jahr 1953, der mit seinen 22 PS langsam hinter den Teilnehmern hertuckerte. Dabei kam ihm eine wichtige Aufgabe zu: Er transportierte Wasser und alkoholfreies Bier, das das Wegeteam allen Teilnehmern zur Erfrischung spendierte.

Rund 40 Pattenser nehmen an der Erntewanderung des Wegeteams teil.

Erste Station war die Firma Rasenland Pattensen. Dort gab Albrecht Freiherr Knigge Junior einen Einblick in den Betrieb, den er 1992 gemeinsam mit seinem Vater gegründet hatte. Heute zählt das Unternehmen zu den größten Herstellern von Rollrasen in ganz Deutschland. „Bevor wir anfingen, haben wir uns in Amerika informiert, da es in Deutschland kaum ein Unternehmen gab, das Rollrasen produzierte“, berichtete der studierte Landwirt. Mittlerweile baut der Betrieb in Pattensen auf einer Fläche von insgesamt 60 Hektar mehrere Sorten Rollrasen an. Hinzukommen weitere Produktionsflächen in Königslutter am Elm bei Braunschweig und in Krostitz bei Leipzig. „Am beliebtesten sind der Spiel- und Sportrasen sowie der Roboterrasen, der besonders gut für den Einsatz von Mährobotern geeignet ist“, erzählte Freiherr Knigge den Besuchern. Von der Aussaat bis zum fertigen Rollrasen dauere es 18 Monate. Geerntet wird dieser von einer 10 Tonnen schweren Maschine, die Freiherr Knigge extra aus den USA importiert hatte und am Sonnabend den Besuchern zeigte.

Die Tourteilnehmer konnten außerdem das von dem Betrieb produzierte Rapsöl probieren. Vom Anbau bis zur Abfüllung führe der landwirtschaftliche Betrieb jeden Schritt selbst durch, hieß es.

„Blühendes Ölfeld (Raps)“ und 14 weitere Erklärtafeln

Anschließend ging die Tour weiter über den Calenberger Ackerweg bis zum Wegekreuz am Kuhanger, wo sich die Teilnehmer mit kühlen Getränken erfrischen konnten. Dabei machten die Gruppen an mehreren Stellen Station, an denen Herbert Mohr und Günter Bötger ihnen Informationen zu den Pflanzen und Getreidesorten gaben. Zuvor hatte das Wegeteam rund 15 Schilder aufgestellt, die die verschiedenen Feldfrüchte erklären – vom „Brötchen am Stengel“ (Weizen) bis zum „blühenden Ölfeld (Raps)“. „Diese Schilder stellen wir bereits seit rund zehn Jahren auf“, erklärte Herbert Meyer vom Wegeteam. „Angefertigt wurden sie vom Landvolkverband.“

Mit der Resonanz auf die Führung war das Wegeteam zufrieden. „Wir hatten gar nicht damit gerechnet, dass so viele Menschen kommen“, freute sich Herbert Meyer.

Von Stephanie Zerm

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