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Klinikmitarbeiter demonstrieren für bessere Pflege

Regionsklinikum Agnes Karll Klinikmitarbeiter demonstrieren für bessere Pflege

"Mehr von uns ist besser für alle" – unter diesem Motto der Gewerkschaft ver.di sind rund 70 Mitarbeiter des Klinikums Agnes Karll am Dienstag für bessere Arbeitsbedingungen in den Warnstreik getreten. Nach einem morgendlichen Treffen am AKK fuhren sie zur großen Protestaktion am Siloah in Hannover.

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Streiktag: Mitarbeiter des Pflegebereichs vom Klinikum Agnes Karll Krankenhaus am Dienstagvormittag kurz vor der Abfahrt von Laatzen aus zu dem Treffen mit weiteren Streikenden im Siloah Krankenhaus in Hannover.

Quelle: Torsten Lippelt

Grasdorf. „Wir streiken, weil seitens des Arbeitgebers KRH offenbar keine Bereitschaft vorliegt, in Verhandlungen über einen Tarifvertrag zur Entlastung zu treten“, sagte Thomas Marquardt, Betriebsrat im Klinikum Agnes Karll. Teilweise müssten die Pflegekräfte in ihren Schichten allein arbeiten: Eine Pflegekraft sei dann für bis zu 40 Patienten verantworten - vor allem während der Nachtschichten. Gefordert wird seitens der Pflegekräfte die Festlegung einer Mindestpersonalausstattung und dazu auch Regelungen zum Belastungsausgleich.

Ein weiteres Problemfeld: Durch den geringen Personalbestand sei die Qualität der Ausbildung alles andere als optimal. „Wir möchten nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis mehr gezeigt bekommen. Oft helfen wir nur aus und waschen zwischen 6 und 14 Uhr viele Patienten“, bemängelt der Auszubildende Joshua Kensy.

Vom Warnstreik dürften die meisten Patienten im AKK wohl kaum etwas mitbekommen haben. Es gab zwar ein Informationsschreiben, in dem auf die beklagte Arbeitsüberlastung hingewiesen wurde. Aber die jeweils Dienst habenden Mitarbeiter beteiligten sich nicht am Streik, weil sonst die Pflege der Patienten auf den Stationen wohl nicht mehr gewährleistet gewesen wäre.

Von Torsten Lippelt

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