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Nachrichten Betrugsmasche: Warnung vor falschen Polizisten
Umland Laatzen Nachrichten Betrugsmasche: Warnung vor falschen Polizisten
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00:24 05.03.2018
Betrüger, die sich am Telefon als vermeintliche Amtspersonen wie  Polizisten ausgeben, haben es oft auf Senioren abgesehen. Sie denken sich phantasievolle Geschichten aus und versuchen die Angerufenen durch manipulative Gesprächsführung dazu zu bringen, ihnen ihre Ersparnisse auszuhändigen. Quelle: dpa (Julian Stratenschulte)
Laatzen/Hemmingen/Pattensen

 Wieviele Betrüger in der Region Hannover als falsche Polizisten ihr Unwesen treiben und Menschen am Telefon derart manipulieren, dass diese ihre Ersparnisse abheben und in Briefkästen, Mülleimern und anderen öffentlichen Orten deponieren, ist nicht bekannt. Es müssen einige sein, denn obgleich es schon mehrere Festnahmen und erste Gerichtsprozesse gegeben hat, werden der Polizei immer wieder neue Betrugsversuche oder -taten gemeldet. Allein im Januar waren es 70 Fälle. Für die Beamten ist dies Anlass, nochmals eindringlich vor vermeintlichen Polizisten zu warnen.

In den meisten Fällen bliebe es wohl beim Betrugsversuch und würde dieser gar nicht erst angezeigt, sagt Stefan Schwarzbard, der Leiter des Laatzener Kriminal-  und Ermittlungsdienstes (KED). Wieviele Fälle es in Laatzen gegeben habe, ließe sich daher nicht sagen, doch es müssten etliche sein, so der KED-Leiter: „Die Dunkelziffer ist hoch. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Polizeidirektion Hannover.“  Mitunter telefonierten die Betrüger ganze Straßenzüge ab, um irgendwo an Geld zu kommen. In Laatzen gelang dies Kriminellen im vergangenen Jahr mehrfach. Bei drei Seniorinnen aus Laatzen-Mitte, Rethen und Gleidingen erbeuteten sie so rund 50.000 Euro Bargeld.

Das Plakat der Polizei NRW mit der Aufschrift "Achtung: Hier spricht nicht die Polizei" veranschaulicht die Betrugsmasche. Die Zahl der Straftaten durch falsche Polizisten in Niedersachsen ist 2017 weiter gestiegen. Quelle: dpa (Martin Gerten)

 Schwarzbard und seine Kollegen warnen nochmals eindringlich vor Anrufern, die sich als Polizisten, Bankmitarbeiter oder Amtspersonen ausgeben. „Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit“, heißt es in einer anlässlich dieser Betrugsmasche von der Polizei erstellten Liste mit Tipps für Bürger. Angerufene hätten immer das Recht auf und die Zeit für eine Rücksprache mit Angehörigen, Vertrauenspersonen oder der örtlichen Polizei. Letztere rät auch zu größtem Misstrauen, wenn  im Telefondisplay plötzlich die Notrufnummer „110“ erscheint. Diese ist alles andere als ein seriöses Zeichen. Vielmehr könnten die angezeigten Nummer einfach manipuliert werden.  Und wer wird schon von einem Apparat angerufen, der über die bundeseinheitliche Notrufnummer erreichbar ist? 

Zudem würden echte Beamte niemals Menschen dazu auffordern, Geld abzuheben oder ihnen auszuhändigen. Angerufene sollten sich keinesfalls unter Druck setzen lassen oder gar angezeigte Nummern zurückrufen. „Legen Sie auf und verständigen Sie bei verdächtigen Vorfällen umgehend die 110 oder die örtliche Polizeidienststelle“, heißt es weiter. Das Kommissariat in Laatzen ist unter der Nummer (0511) 1094315 zu erreichen. 

Von Astrid Köhler

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