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Umland Laatzen Nachrichten Region plant dritten S-Bahnhof in Laatzen
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00:17 23.01.2017
Möglicher S-Bahnhof in Laatzen: Dieser erster Entwurf zeigt die Ansicht von der Grasdorfer Straße Am Kamp (Foto) mit möglicher Unterführung, Aufzug und Fahrradstellplätzen. Quelle: Visualisierung: agentur BahnStadt
Laatzen-Mitte/Grasdorf

"Wir errichten nichts gegen das Stimmungsbild in den Städten und Gemeinden", betonte Klaus Geschwinder, Fachbereichsleiter der Region, am Donnerstag im Ortsrat. Die Überlegungen und möglichen Standorte für eine dritte Haltestelle in Laatzen jetzt vorzustellen habe vielmehr den Zweck, ein Meinungsbild einzuholen: "Können Sie sich mit der Planung anfreunden?"

Schon seit Jahren sucht die Region entlang dem Streckennetz der S-Bahn nach zusätzlichen Haltepunkten. Ziel: die Verlagerung des Individualverkehrs auf den ÖPNV. Von einst 13 Standorten werden aktuell noch zwei geprüft: Springe-Deisterpforte und Laatzen-Mitte.

Wurde für Laatzen anfangs nur laut über einen S-Bahnhof an der Würzburger Straße nachgedacht, hat sich im Rahmen der Prüfung und einer Machbarkeitsstudie sowie bei der Abwägung der Vor- und Nachteile von zuletzt fünf Varianten die Wülferoder Straße als am besten geeignete herausgestellt: Dort wohnen im Einzugsbereich von 500 Metern bald rund 4600 Menschen und damit mehr als doppelt so viele wie an der Würzburger Straße (2100). Zudem sei der Umbau aus städtebaulicher und bahntechnischer Sicht unproblematischer und werde die Wohnumgebung weniger beeinträchtigt, erläuterte Roland Neumann, Architekt und Geschäftsführer der mit der Machbarkeitsstudie betrauten Agentur Bahnstadt.

Tunnel zwischen Hildesheimer Straße und Am Kamp

Die favorisierte Variante 1 sieht in der Verlängerung der Wülferoder Straße einen Tunnel bis zur Grasdorfer Straße Am Kamp vor. Zwar sei der Raum auf der Westseite eher eng bemessen, doch mit einer Fahrbahnverschwenkung sei Platz für einen Aufzug zum Bahnsteig und Fahrradbügel. Auf der Ostseite mit der Ausrichtung zur Stadtbahn und dem Bus ist sogar Platz für einen gestalteten Vorbereich und einige Autostellplätze.

Laatzen-Mitte sei als S-Bahn-Halt "sehr attraktiv" für Fahrgäste. Im Vergleich zur Stadtbahn mit ihren vielen Stopps dauere die Fahrt nach Hannover nur noch halb so lang. Bedenken, dass in der Folge die Stadtbahn seltener fahren könnte, räumten die Regionsvertreter aus. Dies sei nicht geplant. Man rechne im Gegenteil mit zusätzlichen Fahrgastbewegungen.

Auch Erixx könnte in Laatzen-Mitte halten

Der Metronom könne aufgrund der Taktzeiten zwar nicht in Laatzen-Mitte halten, wohl aber der zwischen Harz und Hannover pendelnde Erixx. Wie die S-Bahn könnte dieser Regionalexpress den Haltepunkt etwa halbstündig bedienen, erklärte Inga Hautau vom Fachbereich Verkehr der Region. Künftiges Ziel der weiterhin in Rethen und am Messebahnhof haltenden S-Bahn ist der Flughafen.

Bei den Zuhörern kam die Vorstellung gut an. Und doch: Die Entscheidung für einen S-Bahn-Stopp in Laatzen-Mitte ist noch nicht gefallen, die Planung steht erst am Anfang. Gefragt nach dem möglichen Baubeginn erklärte Hautau: "In den nächsten fünf Jahren passiert dort nichts."

Ebenso vage blieb die Region bei den Kosten. Denkbar sei ein Kostenkorridor von 12 bis 15 Millionen Euro. Diese teilten sich Land und Region. Auf die Stadt kämen keine Kosten im engeren Sinne zu, so Teamleiter Geschwinder.

"Wir hoffen auf ein positives Feedback, damit wir weitermachen können“, sagte Geschwinder an den Ortsrat und die rund 30 Zuhörer in der Mensa der Albert-Einstein-Schule gerichtet. Als die Zustimmung abgefragt wurde, gingen fast alle Hände hoch.

Fotostrecke Laatzen: Region plant dritten S-Bahnhof in Laatzen

Von Astrid Köhler

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