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Umland Laatzen Nachrichten SPD nimmt am Aschermittwoch Durchstecher aufs Korn
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17:38 21.02.2018
Michael Rüter unterhält beim Politischen Aschermittwoch der SPD die über 100 Gäste im EKS-Forum über Durchstecher in der Politik in Berlin, Hannover und Laatzen. Quelle: Torsten Lippelt
Laatzen

  Zum traditionellen, inzwischen 36. Politischen Aschermittwoch mit Büttenrede und Buletten, Matjes und so manchen – kostenlosen – Getränken – hatte am Mittwochabend die Laatzener SPD ins Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums eingeladen. Über 100 Gäste ließen sich dabei bestens vom früheren Staatssekretär Michael Rüter aus dessen Erfahrungen als Mitglied des niedersächsischen SPD-Vorstandes und Delegierter des Bundesparteitages unterhalten. Denn Rüter sprach aus eigener Erfahrung über „Durchstecher – das neue politische Animal in Berlin, Hannover und Laatzen“. 

Den von ihm beschriebenen Typ beschreibt Rüter so: „Das sind Politiker, die nicht von Journalisten angerufen werden, um nach internen Neuigkeiten befragt zu werden, sondern selbst bei den Journalisten anrufen“. Rüter machte keinen Hehl daraus, was er davon hält. „Früher bei uns im Ruhrgebiet nannten wir so was Schnitzelkinder. Das waren Kinder, denen man schon ein Schnitzel um den Hals binden musste, damit sich zumindest der Hund mal mit ihnen beschäftigte.“ Jede Partei habe ihre eigenen und es gebe sogar eine Einheit dafür, fügte Rüter humoristisch an: „Bei der CDU/CSU ist das ein Dobrindt, bei den Grünen ein Trittin und bei der SPD gibt es noch einen Mitgliederentscheid darüber.“ 

In Hannover und Laatzen sei das ganz anders. Hier herrsche Harmonie – auch wenn es Gerüchte von Separationsbestrebungen gebe. Denn Laatzener Politiker würden sich auf einer anstehenden Mallorca-Reise mit katalanischen Separatisten treffen, um Wege zur Unabhängigkeit zumindest der Region Hannover von Niedersachsen zu finden – als 17. Bundesland, mit Ministerpräsident Hauke Jagau und Wissenschaftsministerin Silke Lesemann, was beide im Publikum mit Lachen quittierten. 

Als Rüter dann noch den Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch kurzfristig zum König des eigenständigen Bundeslandes machen wollte, war genug Gesprächsgrundlage für das anschließende fröhliche Beisammensein mit kostenlosen Getränken, Matjes und Frikadellen gelegt. 

Einen Appell hatte Rüter dann zum Schluss seiner 25-minütigen Rede parat – und zwar sowohl in Hinblick auf die anstehende GroKo-Abstimmung, als auch auf die SPD im Allgemeinen: „Kommt her und macht mit, bei uns ist es immer lustig, bei uns ist immer was los.“

Von Torsten Lippelt

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