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Umland Laatzen Nachrichten Künftige Erstklässler werden in neuen Räumen untersucht
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13:46 24.02.2018
Kinderärztin Sinja Reese (vorn) vom Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover ist mit den Assistentinnen Gabriele Püttcher (hinten, links) und Bianca Kapitz-Köhler für die Schuleingangsuntersuchungen zuständig. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

 Ein Teil der Eltern aus Sehnde, deren Kinder in die Schule kommen, müssen sich umstellen: Für die Schuleingangsuntersuchungen beim Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover müssen sie künftig nach Laatzen-Mitte in die Würzburger Straße 17 fahren. Dort werden im vierten Obergeschoss die Schuleingangsuntersuchungen für mehr als 800 künftige Erstklässler aus Teilen von Sehnde, Laatzen, Hemmingen und Pattensen von den beiden Kinderärztinnen Sinja Reese und Charlotta Renne durchgeführt. Aus Sehnde wurden nach Angaben der Region zuletzt 116 Kinder begutachtet.  

„Die Lage ist sehr zentral und gut erreichbar für alle“, betont Reese, die noch die alten Räume an der Sudwiesenstraße in Grasdorf kennt. An der Würzburger Straße, wo die Region ihre Angebote nun bündelt, gibt es jetzt einen Fahrstuhl. Zudem haben sie und ihr Team dort mehr Platz. Der wird auch deshalb benötigt, weil die Zahl der Schuleingangsuntersuchungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Waren es im Schuljahr 2015/16 noch 341 künftige Erstklässler aus Laatzen, die auf ihre körperliche, motorische und geistige Entwicklung sowie möglichen Förder- oder Therapiebedarf hin untersucht wurden, sind es aktuell schon 392. Das entspricht einem Plus von knapp 15 Prozent. Auch die Zahl der künftigen Erstklässler aus zwei Nachbarkommunen, die gleichfalls in Laatzen von den Schulärztinnen in Augenschein genommen werden, stieg in dem Zeitraum um 10 und 23 Prozent an. Aus Hemmingen kommen inzwischen Familien von 182 Kindern (2015/16: 165) zur Schuleingangsuntersuchung und aus Pattensen von 139 (vorher 113). Aus Sehnde kamen bislang 116 Kinder.

Die Kinderärztin Charlotta Renne arbeitet seit September 2017 für das Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover. Quelle: privat

60 bis 90 Minuten dauert in der Regel eine Schuleingangsuntersuchung. Gabriele Püttcher und Bianca Kapitz-Köhler, Assistentinnen der Kinderärztinnen, machen zunächst den Hör-und Sehtest. Zudem kontrollieren sie den Impfpass der Kinder. Die Ärztinnen übernehmen dann die körperliche Untersuchung, bei der unter anderem die Visuomotorik  – dazu gehört die Auge-Hand-Koordination, die zum Beispiel beim Malen benötigt wird – sowie die Sprachentwicklung und die Merkfähigkeit der Kinder überprüft wird. Im Anschluss werden die Ergebnisse mit den Eltern besprochen.

Sinja Reese gehört seit Juni 2017 zum Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, Charlotta Renne ist seit September dabei. Die beiden Kinderärztinnen kannten sich aber schon, bevor sie ihren Job bei der Region antraten. „Wir haben vorher gemeinsam im Kinderkrankenhaus auf der Bult gearbeitet“, so Reese.  

Ein wichtiger Baustein sind neben dem körperlichen Check samt Seh- und Hörtest die Einschätzung des Sprach- und Entwicklungsstandes. „Diese zusätzlichen Untersuchungen helfen frühzeitig Förderbedarfe zu entdecken und die Kinder an die richtigen Unterstützungsangebote zu vermittel, wie zur Logopäie oder Ergotherapie“, erklärt Dr. Andrea Wünsch, die Leiterin des Teams Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover. In den vergangenen drei Jahren wurde vor allem ein höherer Bedarf an Sprachförderung festgestellt: am stärksten in Laatzen, wo die Zahl von 84 auf 114 Kinder stieg. Das betrifft inzwischen fast jedes dritten Kind kurz vor Schulbeginn. Vor drei Jahren war es noch jedes vierte. In Hemmingen stieg die zahl von 20 auf 27. Der Zuwachs zeige, dass der Bedarf an frühzeitiger Unterstützung da ist, so Wünsch.

Von Astrid Köhler und Daniel Junker

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