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Umland Laatzen Nachrichten Stadt sieht Handlungsbedarf bei Schulwegsicherung
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00:18 15.02.2018
Zu den Bring- und Holzeiten kommt es vor der Grundschule Rethen immer wieder zu gefährlichen Situationen. Vor allem Eltern, die ihre Kinder mit Autos direkt bis ans Schultor heranfahren oder von dort abholen, hat die Stadt als Gefahrenquelle ausgemacht. Quelle: Astrid Köhler
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Rethen

 Die letzten Meter sind offenbar die schwierigsten. Seit geraumer Zeit beschäftigen Eltern, Schul- und Ortsratsvertreter und nicht zuletzt die Stadtverwaltung die Frage, wie der Weg zur Grundschule Rethen sicherer gestaltet werden kann. Grund: Immer wieder kommt es beim morgendlichen Bringen oder auch nachmittags zu gefährlichen Situationen am Steinweg. Die Stadt hat bereits verschiedene Maßnahmen geprüft – von einer Einbahnstraßenregelungen bis zu einer speziellen Haltezone.

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Zu den Bring- und Holzeiten ist es vor der Grundschule Rethen immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen. Die Stadt sucht nach Möglichkeiten, die die Situation zu entschärfen.

Zum Schuljahresbeginn wurde der Bereich am Steinweg und der Thiestraße verstärkt kontrolliert und als Problem vor allem die Eltern ausgemacht, die ihre Kinder mit dem Auto bis direkt vor das Schultor fahren (“Elterntaxi“). Nicht wenige Autofahrer halten offenbar direkt an der Querungshilfe am Schultor, um ihren Nachwuchs aussteigen zu lassen. Wenn nachfolgende Fahrzeuge dann versuchen vorbeizukommen, kann es brenzlig werden. Doch auch wenn Eltern die mit mehreren Parkplätzen versehenen schmale Sackgasse in Richtung Hildesheimer Straße nutzen, komme es immer wieder zu Gefahrenlagen, heißt es in einer als Zwischenbericht formulierten Mitteilung der Verwaltung für den Ortsrat Rethen, der am Dienstag tagt. Aufgrund des begrenzten Platzangebots dort sei beim Rangieren oft der Geweg überfahren worden, auf dem selben Zeit Schulkinder unterwegs waren, schreibt Stadtrat Axel Grüning in der Mitteilung. Insbesondere kleine Kinder waren dort kaum oder gar nicht zu sehen – zumal morgens bei Dunkelheit. „Hier wird ein dringender Handlungsbedarf gesehen“, so der Stadtrat.

Eine Möglichkeiten zur Entschärfung könnte die Einrichtung eines Ringverkehrs bei der Schule sein. So könnte die kleine Sackgasse zur Hildesheimer Straße geöffnet und als Einbahnstraße ausgewiesen werden. Dies habe eine geordnete Verkehrsführung zur Bring- und Holzeit  zur Folge, führe anderseits aber zu Problemen, denn die Wertstoffinsel an der Burgstraße sei dann nur noch über Umwege erreichbar. Alternativ könnte die Sackgasse auch gänzlich für den Fahrzeugverkehr  gesperrt werden. Dies reduziere die Gefahren durch Rangierverkehr – aber auch die Zahl der Stellplätze.

Eine weitere Option sei, den Steinweg zwischen der Braunschweiger und Thiestraße als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen, so Grüning. Dies wiederum erfordert aber größere Umbauarbeiten und führt auch nicht zwingend zu weniger Fahrzeugen in der Straße. Als weitere Möglichkeiten listet die Stadt unter anderem den Einsatz von Schülerlotsen auf sowie die Einrichtung einer Hol- und Bringzone am Burgweg, wo allerdings wegen ebenfalls nur eingeschränkt gut rangiert werden kann.

Die Maßnahmenfindung gestalte sich schwierig und die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, betont Grüning der einen gemeinsamen Ortsttermin mit den zuständigen Verkehrssicherheitsberatern der Polizeiinspektion Süd ankündigt. Über das Ergebnis und die daraus resultierenden Maßnahmen werde in der nachfolgenden Sitzung berichtet.

Ortsrat tagt am Dienstag

Der Zwischenbericht zur Verkehrssituation vor der Grundschule ist am Dienstag eines der Themen des Ortsrats Rethen. Als weiteres Schulthema steht die sogenannte Lernunterstützung durch Integration von Informationen an der Grundschule auf der Tagesordnung. Nach englischem Vorbild sollen Treppen, Türen und andere Gebäudeteile für das spielerische Lernen genutzt werden, um beispielsweise Zahlenreihen zu vermitteln oder Winkelveränderungen darzustellen. Eine Vertreterin der Schule will über den Sachstand berichten. Weitere Themen der Sitzung sind die beiden fraktionsübergreifende Anträge für einen Ideenwettbewerb zur Veränderung des Parks in Rethen sowie zu dessen Pflege und Instandsetzung und die geplante Aufhebung des Lastwagenverbots in der Franz-Carl-Achard-Straße.  Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Familienzentrum, Braunschweiger Straße 2d. 

Von Astrid Köhler

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