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Umland Laatzen Nachrichten Jürgen Köhne triumphiert in Laatzen
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04:30 28.05.2014
Sensation in Laatzen: Jürgen Köhne (CDU, Bildmitte) gewinnt mit 50,6 die Bürgermeisterwahl und freut sich mit seinen Parteifreunden. Quelle: Köhler
Laatzen

Der CDU-Kandidat lag mit dem vorläufigen Endergebnis von 50,6 nach Auszählung aller Stimmen deutlich vor Thomas Prinz, der für die SPD antrat. Abgeschlagen auf den hinteren Plätzen lagen Gerd Apportin (Grüne) mit 9,9 Prozent und Peter Siemens (Die Linke) mit 5,0 Prozent der Stimmen.

Mit einem so deutlichen Ergebnis in Laatzen hat selbst Wahlsieger Jürgen Köhne nicht gerechnet: 50,6 Prozent der Stimmen konnte der Christdemokrat auf sich vereinigen. Er liegt damit weit vor Thomas Prinz, der mit 34,5 Prozent regelrecht abgestraft wurde.

Zum Vergleich: 2006 hatte Prinz noch 58,5 Prozent der Wähler hinter sich. Prinz reagierte gestern schockiert: „Das ist für mich enttäuschend. Das ist eindeutig ein Ergebnis gegen mich.“ Er gratulierte noch am Abend Köhne persönlich zu seinem Wahlsieg. „Ich wünsche Ihnen eine gute Hand mit unserer Stadt.“

Es war ein Wahlsieg, der sich quer durch das Stadtgebiet zog: In keinem einzigen Ortsteil konnte sich Bürgermeister Thomas Prinz gegen CDU-Kandidat Köhne durchsetzen. Erfolg hatte der Christdemokrat vor allem in Rethen (56,1 Prozent) und Grasdorf (54,8). Selbst in der traditionellen SPD-Hochburg Gleidingen lag Köhne mit 45,1 Prozent deutlich vor Prinz (40,0).

Entsprechend enttäuscht zeigte sich der Amtsinhaber. Eine Analyse könne er noch nicht abgeben, sagte Prinz, der noch bis Ende Oktober im Amt bleibt. Auch seine Partei war tief schockiert. „Ich bin völlig geplättet, wir müssen das erst mal verarbeiten“, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Bernd Stuckenberg. Auch Fraktionschef Ernesto Nebot war ratlos: „Das kam für uns als Partei völlig unerwartet.“ Eine Erklärung habe er für die Niederlage nicht.

Köhne räumte ein, dass ihn das Ergebnis in dieser Deutlichkeit selbst überrascht hat. „Im ersten Wahlgang wäre ich mit 40 Prozent zufrieden gewesen“, sagte der 57-Jährige. Insgesamt habe er allerdings schon mit einem Sieg gerechnet. Vor allem die guten Ergebnisse in Laatzen-Mitte hätten ihn „überwältigt“.

Einen Achtungserfolg strich Gerd Apportin (Grüne) mit 9,9 Prozent der Stimmen ein – vor acht Jahren kam die damalige Grünen-Kandidatin Heike Philipps auf 6,8 Prozent. „Ein Wahlziel ist erreicht“, sagte Apportin in Anspielung darauf, dass die Grünen mit Prinz zuletzt fremdelten und deshalb einen eigenen Kandidaten aufstellten. Andererseits sei er nicht glücklich darüber, dass Köhne gleich im ersten Wahlgang einen Durchmarsch machte.

Stimmen gezogen hat auch Peter Siemens, der für die Partei Die Linke antrat. Am meisten Zuspruch erhielt er in Laatzen-Mitte. Insgesamt kam er auf 5,0 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 49 Prozent, insgesamt wurden 15.594 gültige Stimmen abgegeben.

Von Johannes Dorndorf und Astrid Köhler

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