Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Sozialverband bangt um seine Zukunft
Umland Laatzen Nachrichten Sozialverband bangt um seine Zukunft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 27.02.2018
„Die Zukunft unseres Ortsvereins steht auf dem Spiel“: Der Vorsitzende Horst-Dieter Fritz sorgt sich um den SoVD in Ingeln-Oesselse. Bei den Neuwahlen des Vorstands am 3. März treten er und die zweite Vorsitzende Elke Grupe nicht mehr an. Es haben sich allerdings noch keine Nachfolger gefunden. Quelle: Daniel Junker
Ingeln-Oesselse

 Steht der Ingeln-Oesselser Ortsverband des Sozialvervands Deutschland (SoVD) vor seiner Auflösung? Der amtierende Vorstand mit den Vorsitzenden Horst-Dieter Fritz und Elke Grupe hat angekündigt, bei den Neuwahlen im März nicht erneut kandidieren zu wollen. Allerdings haben sich noch immer keine Nachfolger gefunden – obwohl die beiden Vorsitzenden ihr Ausscheiden bereit vor längerer Zeit angekündigt haben. 

„Die Zukunft unseres Ortsvereins steht auf dem Spiel“, sagt Fritz, der seit zehn Jahren Vorsitzender der SoVD Ingeln-Oesselse ist und parallel auch das Amt des Schriftführers bekleidet. Aus Altersgründen hat er eine erneute Kandidatur für den Vorstand ausgeschlossen: „Vor zwei Jahren habe ich bereits gesagt, dass ich 2018, bei den nächsten Wahlen, 70 Jahre alt werde, bis dahin mache ich das noch.“ Nur deshalb habe er sich auch noch einmal für zwei Jahre aufstellen lassen. „Ich habe damals aber auch schon angekündigt, dass es eng werden wird, wenn sich für den Vorstand keine Nachfolger finden. Denn ich mache definitiv nicht weiter.“ 

Bislang habe sich diesbezüglich aber noch immer nichts getan, und dass, obwohl die Wahlen kurz bevor stehen und die Vorstände nach Aussagen Fritz’ in den vergangenen Wochen und Monaten mehrere Leute angesprochen haben. Zwar blieben der Schatzmeister Reinhard Roloff-Kanus sowie die Beisitzer Ralf Grove und Inge Meyer im Amt, die Posten der Vorsitzenden aber seien dann vakant. Zudem müsse der Vorstand mit mindestens vier Personen besetzt sein.

Die Lage sei sehr ernst, sagt Fritz. „Wenn sich bei den Wahlen am 3. März kein neuer Vorstand findet, bleibt der derzeitige Vorstand noch bis zum 30. Juni kommissarisch im Amt.“ Wenn sich dann noch immer niemand gefunden hat, werde der Ortsverband, der erst vergangenes Jahr sein 70-jähriges Bestehen gefeiert hat, zum 1. Juli aufgelöst. Der SoVD Ingeln-Oesselse zählt derzeit 102 Mitglieder.

Sollte es soweit kommen, wäre der Ortsverband nicht der erste, den das Schicksal der Auflösung ereilt. Erst im Jahr 2016 hatte sich die Alt-Laatzener Ortsgruppe des SoVD aufgelöst. Auch hier hatte sich kein handlungsfähiger Vorstand gefunden. Viele Mitglieder waren damals zum Ortsverband Laatzen-Mitte/Grasdorf gewechselt.

Wenn es auch in Ingeln-Oesselse zur Auflösung kommt, könnten die Mitglieder gegebenenfalls der Gleidinger Ortsgruppe  beitreten, so Fritz. Er ist hinsichtlich einer solchen Entwicklung allerdings skeptisch. „Ingeln-Oesselse ist von Gleidingen ein ganzes Stückchen entfernt. Ich glaube nicht, dass viele unserer Mitglieder diesen Weg auf sich nehmen werden.“

Fritz hofft, dass sich doch noch jemand für den Vorstand seines Ortsvereins findet. Der Arbeitsaufwand hielte sich in Grenzen. „Für meine beiden Ämter zusammen benötige ich höchstens 50 Stunden im Jahr. Das ist eigentlich gut machbar.“

Die Mitgliederversammlung, bei der der neue Vorstand gewählt werden soll, beginnt am Sonnabend, 3. März, um 17 Uhr in der Sportklause an der Bergstraße 24 in Ingeln-Oesselse.

Von Daniel Junker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Rahmen des Laatzener Bürgerpanels will die Stadtverwaltung mehr über die Nutzung ihrer überarbeiteten Internetpräsenz (laatzen.de) wissen. In der Zeit vom 26. Februar bis zum 18. März  können alle Bürger an der Befragung zum Thema Öffentlichkeitsarbeit teilnehmen.

26.02.2018

Der Bund hat zum zweiten Mal ein Schulsanierungsprogramm aufgelegt. Auf Fördergeld in Millionenhöhe können auch Laatzen und Pattensen hoffen – deren Schulprojekte sind umfangreich.

26.02.2018

Ein eigenes Experiment entwickeln und dann einer Jury erklären: Beim Wissenschaftswettbewerb „Jugend forscht“ haben 17 Nachwuchsforscher von Albert-Einstein-Schule und Erich-Kästner-Gymnasium in dieser Woche spannende Projekte gezeigt – und das erfolgreich.

26.02.2018