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Umland Laatzen Nachrichten Siebtklässler probieren ihre Sprachkenntnisse aus
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17:32 11.03.2018
Bei den Polizeibeamten Cem (17) und Kim-Thi (17) können die Schüler Diebstähle melden und Anzeigen aufgeben – auf englisch. Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de
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Laatzen-Mitte

 Wer gern reist, sollte Fremdsprachen können, dann klappt’s auch im Ausland mit der Verständigung. Die Siebtklässler des Erich-Kästner-Gymnasiums konnten dies am Donnerstag im Rahmen eines Sprachendorfes erproben. An mehreren Ständen – von der Apotheke bis zur Polizeistation – standen Oberstufenschüler als vermeintliche Muttersprachler für Gespräche auf englisch, französisch und spanisch bereit.

„Stay behind the line“, forderte die als Polizistin verkleidete Kim-Thi die drägelnden Siebtklässlern vor ihrem Schalter auf. Als einer der Schüler ihr und ihrem gleichfalls 17-jährigen Kollegen Cem eine haarstäubende Geschichte über einen Kaugummi fressenden Cheeseburger auftischte, platzte ihr der Geduldskragen. „Be honest to me“, forderte die Jugendliche den 13-jährigen Simon zur wahrheitsgemäßen Beantwortung ihrer Fragen auf. Dass mit der vermeintlichen Beamtin nicht zu spaßen ist, wurde deutlich, als die Elfklässlerin den lachenden Jungen kurzerhand mit Handschellen am Schalter festkettete.

Siebtklässler probieren ihre Englisch-, Französisch- und Spanischkenntnisse an verschiedenen Ständen aus, die ein Sportgeschäft, einen Marktstand, eine Polizeistation oder ein Café darstellen sollen. Oberstufenschüler agieren bei den Dialogen als Gesprächspartner. 

Auch andernorts im Forum herrschte reges Treiben und ein Sprachengewirr: bei dem mit Stellwänden und Tischen entsprechend angedeuteten Sportshop, am Marktstand und in der Apotheke. Auch in dem Café im Musikraum kamen die Siebtklässler nur mit Englisch, Französisch oder Spanisch weiter.

Das Sprachendorf kam bei allen Beteiligten gut an. „Das macht Spaß und ich finde das wichtig“, sagte Lara aus der 7d. „Wenn man ins Ausland reisen will kann man schließlich nicht einfach etwas auf deutsch fragen.“ Mitschülerin Merle sah das ähnlich: „Wenn man das übt, kann man sich viel besser verständigen.“ Dem stimmte auch der zwölfjährige Maximilian zu. „Ich finde das viel besser, als einen Test zu schreiben.“

Lob gab es auch von den Oberstufenschülern: „Die Siebtklässler können sich gut verständigen“, sagte die Leistungsschülerin Nicole, die am Marktstand eine Verkäuferin mimte. Bei einigen fehle zwar noch Vokabular, „aber die Schüler lernen ja auch erst seit zwei Jahren Französisch .“ Abigail, die ebenfalls einen Französisch-Leistungskurs besucht, hat festgestellt, dass manche Siebtklässler es sich einfach machen wollen. „Sie fragen eher nach leichten Dingen wie Bananen oder Orangen.“ Außerdem wollten viele lieber Englisch sprechen als Französisch, ergänzt Nicole.

„Wir versuchen, möglichst authentische Situationen aus dem Alltag herzustellen“, erklärt Lehrerin Silvia Skouras-Cordini, die das Projekt initiiert hat. Damit steige bei den Schülern die Motivation, eine Fremdsprache zu lernen. „Das Sprachendorf soll das freie Sprechen fördern“, betont Skouras-Cordini. Zugleich solle es die Siebtklässler auf die Sprechprüfung vorbereiten, die seit dem vergangenen Jahr für die Jahrgangsstufen 6 bis 10 verpflichtend ist.

Von Daniel Junker

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