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Umland Laatzen Nachrichten Leine-Center: Wechsel steht unmittelbar bevor
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01:02 01.03.2018
Auftrag verloren: ECE gibt das Management im Leine-Center zum 31. März ab. Quelle: Foto: Junker
Laatzen

 Dem Leine-Center steht ein großer Wechsel bevor. Nach vielen Jahren hat die ECE Projektmanagement GmbH den Managementauftrag verloren. Das Unternehmen gibt die Verwaltung in Laatzen bereits zum Sonnabend, 31. März, ab. Das Centermanagement soll nach Informationen dieser Zeitung der Shoppingcenter-Riese Unibail-Rodamco übernehmen.

Der auf Einkaufszentren spezialisierte französische Konzern ist das größte Gewerbe-Immobilien-Unternehmen Europas, nach eigenen Angaben auch das drittgrößte der Welt, und strebt weiter nach Wachstum. Erst im Dezember hatte Unibail-Rodamco ein Übernahmeangebotin Höhe von 15,8 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Euro) für seinen australischen Shoppingcenter-Konkurrenten Westfield Corporation vorgelegt. 

Das Leine-Center in Laatzen mit der danebenliegenden Marktstraße. Quelle: Daniel Junker

In Deutschland betreibt Unibail-Rodamco von seinem Sitz an der Airport City in Düsseldorf aus als Entwickler, Manager und Eigentümer bereits 25 Shopping-Center. Von diesen gehören auch neun zum eigenen Portfolio, darunter das 117 000 Qua­dratmeter große CentrO in Oberhausen, für das Unibail-Rodamco 2014 eine halbe Milliarde Euro bezahlte.

Gerüchten zufolge könnte Laatzen nicht nur der deutschlandweit 26. Standort der Firma werden, sondern auch eine weitere Immobilie im Portfolio von Unibail-Rodamco. Die Anfragen zum möglichen Eigentümerwechsel des Leine-Centers blieben gestern aber noch unbeantwortet.

Derzeit ist noch nicht einmal die Übernahme des Managements durch den französischen Spezialisten für Einkaufszentren offiziell bestätigt. Bekannt ist bisher nur, dass der sogenannte Geschäftsbesorgungsvertrag mit der ECE Projektmanagement GmbH, die seit vielen Jahren für Management und Technik im Leine-Center verantwortlich ist, gekündigt wurde. Das Management des Leine-Centers werde ECE zum31. März abgeben, bestätigte ein Sprecher des Hamburger Unternehmens auf Nachfrage. Nach Informationen dieser Zeitung sind sieben Menschen von einer Kündigung betroffen. Zu der Zahl wollte sich der Sprecher nicht äußern – nur so viel: „Für alle ECE-Mitarbeiter werden wir eine gute Lösung finden.“  

Einige Center-Kunden sind bereits in der vergangenen Woche skeptisch geworden, als es plötzlich keine ECE-Gutscheine mehr in Laatzen zu kaufen gab. Zugleich wurde die Gültigkeit der bereits im Umlauf befindlichen Gutscheine für das Leine-Center auf Sonnabend, 10. März, beschränkt. Auf Nachfragen erhielten Kunden die Antwort, dies sei eine „interne Entscheidung“. 

Auch die Ladenleerstände in dem Center mit mehr als 100 Shops und fast 40 000 Quadratmetern Verkaufsfläche führten zuletzt verstärkt zu Gerüchten. Der ECE-Sprecher relativierte: „Aktuell sind lediglich acht Shopflächen nicht vermietet, das sind weniger als 8 Prozent der Shops.“

Eine offizielle Erklärung zu dem Wechsel im Management stand am Montagnachmittag noch aus. Die Händler sollen offenbar im Laufe dieser Woche darüber informiert werden.  Wie der ECE-Sprecher mitteilte, können die Gutscheine aus Laatzen noch bis zum 10. März im Leine-Center eingelöst werden. In anderen ECE-Centern, darunter der Ernst-August-Galerie am Hauptbahnhof, in Hameln und Braunschweig, behielten sie uneingeschränkt Gültigkeit.

Das ECE ist seit mehr als 20 Jahren die Betreibergesellschaft im Leine-Center. 1996 hatte die Stadt die bisher öffentlichen Flächen an ECE verkauft. Seit fünf Jahren gehört das Leine-Center einem vom Unternehmen CBRE Global Investors gemanagten Fonds. Im März 2013 hatte dieser das erst kurz zuvor erweiterte Leine-Center für 117 Millionen Euro gekauft. 

Von Astrid Köhler

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