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Nachrichten „Jugend musiziert“: 73 Musiker stellen sich der Jury
Umland Laatzen Nachrichten „Jugend musiziert“: 73 Musiker stellen sich der Jury
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15:21 28.01.2018
Deirdre Carstensen (links) und Gallus Schechner aus Garbsen spielen in der Kategorie "Klavier vierhändig" beim Regionalwettbewerb Region Hannover von "Jugend musiziert" in Laatzen-Mitte Stücke von Claude Debussy, Ludwig van Beethoven, Dmitri Schostakowitsch und Oxana Krut.  Quelle: Daniel Junker
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Laatzen

  73 Teilnehmer des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ aus der Region Hannover haben am Sonnabend in der Grundschule Pestalozzistraße und im Erich-Kästner-Schulzentrum in Laatzen ihr Können in den verschiedenen Kategorien unter Beweis gestellt. Bewertet wurden die Vorspiele für die Instrumente Blockflöte, Gitarre/Mandoline, Trompete, Horn, Posaune, Klavier vierhändig sowie Duo Klavier mit Streichinstrument. In jeder Kategorie bewertete eine eigene Jury die Vorspiele. 

73 junge Musiker haben sich am Sonnabend am Regionalentscheid des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ in Laatzen beteiligt und sich mit ihrem Vorspiel vor einer Jury präsentiert.

„Ich bin sehr aufgeregt“, sagte Anouk Krüger aus Wennigsen, die sich ein halbes Jahr auf den Wettbewerb vorbereitet hatte.  Sogar zehn Monate hatten Gallus Schechner und Deidre Carstensen aus Garbsen für den Wettbewerb geübt, die sich am Sonnabendvormittag für ihr Bewertungsspiel gemeinsam an den Flügel setzten. Das zeigt, wie hoch der Stellenwert des Wettbewerbs bei den Jugendlichen und ihren Lehrern angesiedelt ist.

Mit der Qualität der Vorspiele zeigten sich die Organisatoren dann auch sehr zufrieden. „Wir hatten in diesem Jahr ein wahnsinnig hohes Niveau“, stellte Peter-Ludwig Dahlhoff fest. „Die Schüler waren sehr gut vorbereitet“, ergänzte auch Insine Büsing-Hesse. Für die beiden Jury-Vorsitzenden, die auch Mitglieder im Regionalausschuss von Jugend musiziert sind, sei die hohe Qualität allerdings ein zweischneidiges Schwert. „Wir beobachten, dass viele Schüler, Eltern und Lehrer fast schon einen Anspruch auf den ersten oder zweiten Platz erheben.“ Dementsprechend würden sich kaum noch Jugendliche anmelden, die dieses Niveau nicht erreichen. 

Das sind die Gewinner des Wettbewerbs

Die Teilnehmerzahl sei im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben. „Über die Jahre ist es aber insgesamt etwas weniger geworden“, stellte Angélique Bernert von der Musikschule Laatzen fest, die den Regionalwettbewerb in Laatzen organisiert und ausgerichtet hat. „Durch die schulischen Anforderungen verbringen die Jugendlichen mehr Zeit in der Schule“ , ergänzte Dahlhoff. „Die Entwicklung ist für alle  Vereine schwierig.“  Die Organisatoren stellen fest, dass ab der vierten Schulklasse viele Schüler vom privaten Instrumentenunterricht abgemeldet werden, weil neben der Schule zu wenig für die Musik bliebe. Beim Instrument Klavier seien die hohen Altersklassen mittlerweile sehr ausgedünnt, es gebe kaum noch Teilnehmer. „Das Problem zieht sich aber durch alle Wertungsgruppen“, hat Bernert beobachtet. Bei den jungen Altersgruppen sei das Problem hingegen noch nicht so ausgeprägt.„Ich finde es sehr bedauerlich, dass sich kaum jemand an dem Wettbewerb teilnimmt, der wenig Aussicht auf einen ersten oder zweiten Platz hat“, sagte Ulrich Bernert von der Musikschule Laatzen, der den Regionalwettbewerb leitet. „Die Schüler haben hier die Möglichkeit, sich ein halbes Jahr lang vorzubereiten und ihre Stücke so gut zu machen wie möglich.“ Alle Teilnehmer – egal, wie gut – würden von der Jury in gleichem Maße geschätzt. Zudem hätten die jungen Musiker die Möglichkeit, sich vor Publikum zu präsentieren und von der Jury auch fachkundig Rückmeldungen zu erhalten. „Jeder Teilnehmer hat nach seinem Vorspiel den Anspruch auf ein etwa zehnminütiges Beratungsgespräch“, erläuterte Bernert. Dieses Angebot würden etwa drei Viertel aller Teilnehmer nutzen. „Die Lehrkräfte sind ganz froh, wenn kritische Punkte mal von jemandem anders angesprochen werden.“

Acht Teilnehmer aus der Kategorie der Blechblasinstrumente und Schlagzeug präsentierten ihr Können am Sonntag in Hannover. „ Wenn es in einer Kategorie zu wenig Anmeldungen gibt, legen wir die Wertungen zusammen“, sagte Angélique Bernert. Es sei organisatorisch zu aufwendig, für einzelne Musiker eine eigene Jury zusammenzustellen.   

Für Sonntag, 18. Februar, 11 Uhr, ist ein Konzert der Preisträger im Erich-Kästner-Schulzentrum an der Marktstraße 33 in Laatzen-Mitte geplant. Dabei wird Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne die Urkunden an die Teilnehmer übergeben. Am selben Tag beginnt um 16 Uhr ein weiteres Abschlusskonzert der Preisträger im Schloss Landestrost in Neustadt.

Von Daniel Junker

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