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Zweite Stiftung in Grasdorf gegründet

Grasdorf Zweite Stiftung in Grasdorf gegründet

Zwei Unterschriften machen es offiziell: Am Dienstag wurde die „Stiftung Grasdorf an der Leine“ gegründet. Es ist bereits die zweite im Dorf. Sie soll dabei helfen, das historische Erbe des mehr als 1000 Jahre alten, landwirtschaftlich geprägten Ortes wachzuhalten.

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Und sie heißt „Stiftung Grasdorf an der Leine“: Walter Battermann und Julia Schulte to Bühne unterzeichnen symbolisch die Gründungsurkunde. Im Hintergrund stehen die weiteren Vorstandsmitglieder Egbert Wöbbecke (von links), Dorit Battermann, Helmut Flohr und Günther Meyer.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Was bedeutet der Straßenname Am Thie? Wie wirkte sich die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg auf den Ort aus? Wer lebte und lebt so alles in Grasdorf und woher kommt die unterschwellige Rivalität mit Laatzen? Die Stiftung gebe es nicht, „um über Laatzen zu schimpfen“, stellte Egbert Wöbbecke, einer der fünf ehrenamtlichen und gleichberechtigten Stiftungsvorstände augenzwinkernd klar. Vielmehr will diese das historische Erbe des mehr als 1000 Jahre alten, landwirtschaftlich geprägtes Ortes wachhalten, der im Krieg „zu 80 Prozent“ zerstört wurde und vielerlei Umbrüche erlebt hat. Auch sollen Anlässe gefördert werden, die Menschen zusammenbringen, ähnlich wie am historischen Versammlungsort und Siedlungskern Grasdorfs „Am Thie“.

„Ich wünsche mir ein lebendigeres Dorfleben mit Hoffesten,“ sagte Stifter Walter Battermann. Diese böten eine Möglichkeit für Alt und Jung, Neubürger und Alteingesessene miteinander und über den Ort ins Gespräch zu kommen. Das Grundkapital beträgt 100 000 Euro. Bei den niedrigen Zinssätzen sei ohne Spenden derzeit nicht viel zu reißen, sagte Battermann, entscheidend sei aber die langfristige Ausrichtung. Ideen und Fördervorschläge gibt es schon einige, darunter Informationstafeln für historische Gebäude, Veranstaltungsreihen zu historischen Themen, Dorfführungen für Kinder und mehr. „Als nächstes müssen wir Förderrichtlinien entwickeln, nach denen Projekte ausgewählt werden“, sagte Dorit Battermann. Interessante Förderbereiche seien Natur- und Umweltthemen, die Baudenkmalpflege und die Gestaltung eines aktiveren Dorflebens. Priorität habe aber zunächst die Erstellung eines Faltblattes, um die neue Stiftung bekannt zu machen. Um Verwaltungsaufwand zu sparen und Synergieeffekte zu nutzen hat sich diese der Mutterstiftung Heimat Niedersachsen angeschlossen.

In Grasdorf gibt es bereits die evangelische Dorfstiftung St. Marien. Ansprechpartnerin für die neue Stiftung Grasdorf an der Leine ist Dorit Battermann, Telefon (05 11) 9 82 35 34.

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