Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Laatzen Region würdigt vier Ehrenamtliche aus Laatzen
Umland Laatzen Region würdigt vier Ehrenamtliche aus Laatzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 24.01.2019
Friedrich Fuhrberg ist seit 15 Jahren Platzwart beim SV Germania Grasdorf. Für sein Engagement wird er von der Region Hannover geehrt. Quelle: Daniel Junker
Laatzen/Hannover

Die Region Hannover hat am Freitagabend 38 Ehrenamtliche aus der Region Hannover für ihr Engagement ausgezeichnet. Vier der Geehrten kommen aus Laatzen. Engagiert hat sich das Quartett in den unterschiedlichsten Bereichen – von der Sportplatzpflege über die Feuerwehr bis zur Unterstützung von Senioren und Flüchtlingen.

Der Grasdorfer Friedrich Fuhrberg ist seit 15 Jahren als Platzwart bei den Fußballern des SV Germania Grasdorf im Einsatz. Dort kümmert er sich nicht nur um die Rasenflächen, er ist auch für die Reparaturen im Gebäude zuständig, in dem sich die Umkleidekabinen, Toiletten und Duschen für die Spieler befinden. Und das läuft offenbar vorbildlich: „Der Zustand der Sportanlage wird dank des Einsatz immer wieder als vorbildlich bezeichnet“, heißt es in der Begründung für die Ehrung im Regionshaus, die die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz übernahm.

Fuhrberg ist täglich auf dem Areal anzutreffen. „Ich komme morgens gegen 9 Uhr und gehe um 13 Uhr, nachmittags bin ich von etwa 15 bis 18 Uhr hier“ – und zwar auch am Wochenende, wenn der Spielbetrieb läuft. Der 75-Jährige wohnt ganz in der Nähe des Fußballplatzes, der mittlerweile so etwas wie ein zweites Zuhause geworden ist. Im Rahmen des Ehrenamtes malt er zum Beispiel mit spezieller Farbe die Linien auf den Sportplatz. Im nebenstehenden Umkleidegebäude ist er unter anderem für das Funktionieren von Heizung und Duschen zuständig. Vom Wechseln der Glühlampen bis zu Reparaturen fallen sämtliche Tätigkeiten rund um den Fußballplatz in seinen Arbeitsbereich „Wenn im Clubhaus Zur Leinemasch mal ein Waschbecken ausgetauscht werden muss, fragen die mich auch schon mal“, sagt Fuhrberg lachend.

Zu seiner Tätigkeit kam er, als er zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern in Eigenleitung die Tribüne auf dem Sportplatz gebaut hat. „Ein Kollege hatte mich damals gefragt, ob ich nicht das Amt des Platzwartes übernehmen möchte.“ So kam es dann auch. „Man wird gebraucht, man hat etwas zu tun, und man ist an der frischen Luft“ – und zwar bei Sonne, Wind und Wetter. In seiner Jugend und als junger Erwachsener stand Fuhrberg bei Germania selbst als Spieler auf dem Platz. „Ich bin mit zehn Jahren in den Verein eingetreten und habe hier dann etwa 20 Jahre lang aktiv Fußball gespielt.“

Mit handwerklichen Tätigkeiten kennt sich der gelernter Klempner und Installateur aus: Sein Vater hatte früher in Grasdorf einen eigenen Sanitärbetrieb, bei dem auch Friedrich Fuhrberg zunächst arbeitete. Später war er 30 Jahre lang im Wasserwerk Grasdorf tätig, wo er unter anderem für den laufenden Betrieb, für die Wartung der Maschinen, aber auch für die Dienstplanung des Personals zuständig war. Ehrenamtlich engagierte sich Fuhrberg schon, als er noch im Beruf tätig war. „Ich bin mit 18 Jahren in die Feuerwehr eingetreten.“ 40 Jahre lang war er dort aktiv – unter anderem als Zugführer. Zudem leitete er die Grasdorfer Jugendfeuerwehr, später übernahm er das Amt des Stadtjugendfeuerwehrwarts.

Die Tätigkeit als Platzwart teilt sich Fuhrmann mit Belgacem „Ben“ Dakhlaoui. Er ist seit 1995 Platzwart bei Germania Grasdorf. Wie Friedrich Fuhrmann hält er täglich vormittags und nachmittags die Anlagen rund um Fußballplatz und die Umkleidekabinen in Schuss. Er schneidet zum Beispiel Zäune frei und repariert defekte Einrichtungsteile in den Umkleidekabinen. Bei den Spielen der ersten Herrenmannschaft verkauft Dakhlaoui Getränke an der Bude auf dem Sportplatz. Des weiteren trainierte der 77-Jährige einst die C- und D-Jugendmannschaften von Germania, und er war Betreuer der ersten Herrenmannschaft. Früher hat der Grasdorfer selbst einmal Fußball gespielt – zunächst bei der BSG Laatzen und später dann in der Ü40-Mannschaft von Germania Grasdorf.

Außerdem wurden Nande Röhlmann und ihr Team ausgezeichnet. Sie bieten seit Herbst 2015 in der St.-Oliver-Gemeinde dreimal wöchentlich kostenlosen Sprachunterricht für Flüchtlinge an. Diese werden je nach ihrem Sprachniveau in maximal fünf verschiedene Gruppen eingeteilt und kontinuierlich unterrichtet. Zu jedem Termin kommen bis zu 50 Teilnehmer, die aus ganz unterschiedlichen Gründen dabei sind: Manche warten auf einen Integrationskurs, andere bekommen wegen fehlender Kinderbetreuung keinen Kurs oder wollen einfach die deutsche Sprache weiter erlernen. „Frau Röhlmann und ihre Mitstreiter haben so schon vielen die deutsche Sprache gelehrt und den Menschen Möglichkeit zum Treffen und Austausch geboten“, heißt es in der Begrünung für die Ehrung im Regionshaus.

Für seine Engagement in mehreren Seniorenvertretungen erhielt Klaus-Dieter Meyer eine Urkunde. Seit 2002 Mitglied im Laatzener Seniorenbeirat, übernahm er 2009 dessen Vorsitz. Zwei Jahre später wurde der Rethener zum Vorsitzenden auch des Regionsseniorenbeirats gewählt. 2018 stellte sich der heute 78-Jährige nicht mehr zu Wahl. Seit 2005 ist Meyer zudem Mitglied im Präventionsrat der Stadt Laatzen. 2007 gründete er zudem die Gruppe Menschen mit Sehbehinderung in Laatzen mit und gehört zudem dem ÖPNV-Rat der Region an.

Belgacem "Ben" Dakhlaoui ist seit 1995 Platzwart beim SV Germania Grasdorf. Früher trainierte der mehrere Jugendmannschaften und war Betreuer der 1. Herrenmannschaft. Quelle: Daniel Junker
Nanda Röhlmann Quelle: Region Hannover/Weiß
Klaus-Dieter Meyer Quelle: Simon Peters

Von Daniel Junker und Johannes Dorndorf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die klirrend Kalte Nacht zu Montag hat Laatzen in Weiß gehüllt: Auch im Park der Sinne boten sich unserem Fotografen tolle Ausblicke auf die in Raureif gehüllte Landschaft.

24.01.2019

Großer Zuspruch: Beim Winterkonzert des Musikkreises gab es am Freitag keinen freien Platz mehr. Rund 100 Musiker spielten Klassisches und Modernes, und ein Flaschengeist tanzte im EKS über die Bühne.

24.01.2019

Junge Menschen aus ganz Deutschland haben sich am Wochenende im Namibiahaus getroffen. Ihr Ziel: Mit dem Verein Welwitschia Begegnungen auf Augenhöhe mit Menschen aus Namibia zu ermöglichen.

21.01.2019