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Laatzen TSV-Sportlerin holt Silber bei Line-Dance-WM
Umland Laatzen TSV-Sportlerin holt Silber bei Line-Dance-WM
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00:16 12.01.2019
Eine Vizeweltmeisterin vom TSV Rethen: Michaela Gehl hat bei der Weltmeisterschaft der World Country Dance Federation in Kalkar Silber geholt. Quelle: Privat
Rethen/Kalkar

Dieses Erlebnis wirkt nach: Michaela Gehl und Rüdiger Jüstel sind von den Weltmeisterschaften der World Country Dance Federation (WorldCDF) im Line Dance im nordrhein-westfälischen Kalkar zurückgekehrt – sie als Vizeweltmeisterin, er als Viertplatzierter. Für die beiden Tänzer der Rethen L(e)iners des TSV Rethen ein Ereignis, welches einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Sowohl für den amtierenden Europameister Jüstel als auch für Vizeeuropameisterin Gehl stellte die Teilnahme an der Weltmeisterschaft Ende Dezember eine Premiere dar. „Ein Mega-Event", beschreibt der in der Altersklasse Ü60 startende Jüstel das viertägige Zusammentreffen von rund 400 Tänzern aus mehr als 30 Nationen, bei dem ein echtes „Olympia-Feeling" aufgekommen sei. Nicht anders Gehl: „So etwas hätte ich nicht erwartet", skizziert die 37-Jährige ihre Eindrücke. „Wie man dort als Sportler präsentiert wurde, wie beim Einmarsch die Nationalhymnen erklangen – für mich war das total beeindruckend“, sagt sie und ergänzt: „Ich habe nicht geglaubt, dass es wirklich so ist: Aber Tanzen verbindet tatsächlich."

Michaela Gehl und Rüdiger Jüstel vom TSV Rethen sind erfolgreich von der Weltmeisterschaft im Line Dance zurückgekehrt: Gehl wurde Vizeweltmeisterin, Jüstel belegte den vierten Platz.

Einfach war der Weg nach Kalkar für das von Jüstels Ehefrau Hedi trainierte Rethener Duo nicht. Neben dem normalen wöchentlichen Training absolvierten beide im zurückliegenden Jahr rund 200 zusätzliche Trainingsstunden, um sich den Traum von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu erfüllen. Und dann der Auftritt, bei dem die Tänzer innerhalb von gerade einmal gut 30 Minuten sechs verschiedene Tänze präsentieren und für fast jeden Tanz in ein anderes Kostüm schlüpfen müssen. „Das ist, gerade für uns Frauen, ziemlich stressig", sagt Gehl, die vor sieben Jahren mit dem Tanzen anfing und 2014 ihr erstes Turnier bestritt.

Etwas länger dabei ist Jüstel. Der Rethener war bereits dreimal Deutscher Meister und sammelte vor etwa zehn Jahren seine ersten Erfahrungen auf internationalem Parkett. Bereits Ende Februar wird der 65-Jährige wieder im europäischen Ausland unterwegs sein und bei den Baltic Open an den Start gehen. Bei den Berlin Open im März wird er dann auch wieder von Michaela Gehl begleitet, die sich für dieses Jahr ebenfalls einiges vorgenommen hat: „So etwas wie diese Weltmeisterschaft", sagt sie, „würde ich gern noch einmal erleben." Und vielleicht gelingt es ihr ja auch, ein anderes selbst gestecktes Ziel zu erreichen: Von Rang zwölf der Weltrangliste noch ein paar Plätze nach oben zu klettern.

Von Ralf Schunk

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