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Laatzen TSV-Trainer Reagan Mweemba fliegt zurück nach Afrika
Umland Laatzen TSV-Trainer Reagan Mweemba fliegt zurück nach Afrika
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16:29 29.07.2018
Die Sportler vom TSV Rethen verabschieden Reagan Mweemba (Mitte). Quelle: STEPHANIE ZERM
Rethen

Ob Volleyball oder Handball: Zehn Monate lang haben mehrere Mannschaften des TSV Rethen ihre Trainingseinheiten auf Englisch absolviert. Denn ihr Trainer stammte aus Sambia und sprach besser Englisch als Deutsch. Nun kehrt Reagan Mweemba zurück nach Afrika. Der 25-Jährige hatte seit Oktober vergangenen Jahres seinen Bundesfreiwilligendienst beim TSV Rethen absolviert. Dabei hat er mit zahlreichen Teams trainiert, eine AG am Erich-Kästner-Gymnasium geleitet, bei Arbeitsdiensten und Veranstaltungen geholfen. Nun endet sein Bundesfreiwilligendienst. Am Sonnabend hat er noch ein letztes Mal mit seinem Volleyball-Team in der TSV-Halle trainiert und sich von seinen Sportskameraden verabschiedet.

Bundesfreiwilligendienst endet nach zehn Monaten.

„Er war eine große Bereicherung und eine super Hilfe für uns“, lobte Handball-Abteilungsleiter Stefan Böhm, der ebenfalls zur Verabschiedung gekommen war. In der Handballsparte hatte Reagan Mweemba vor allem mit den Sechs- bis Zehnjährigen und den 14- bis 16-Jährigen trainiert.

„Für die Kinder und Jugendlichen war es eine schöne Sache, dass sie beim Sport nebenbei auch eine andere Sprache lernen konnten“, sagte TSV-Vorsitzende Hannelore Flebbe. „Reagan war uns allen eine große Hilfe.“ Es sei schade, dass er nun zurück nach Sambia müsse.

Der 25-Jährige bedauert ebenfalls, dass seine Zeit in Deutschland vorbei ist. „Es war eine sehr schöne Zeit“, sagt der Afrikaner, der beim TSV auch seinen Trainer-Schein gemacht hat. „Ich habe nur positive Erfahrungen gesammelt und viele neue Menschen, auch aus anderen Kulturen, kennengelernt, und Freundschaften geschlossen.“

Untergebracht war Reagan Mweemba , der bereits in seiner Heimat mehrere Volleyballmannschaften ehrenamtlich betreut hatte, in einer WG in Hannover, in der zwei weitere Bundesfreiwillige aus Südafrika lebten, die bei einem hannoverschen Sportverein arbeiteten. Für seine 39-Stunden-Woche beim TSV Rethen erhielt Reagan Mweemba 300 Euro im Monat, außerdem wurden seine Mietkosten erstattet.

Reagan Mweembas Nachfolger stammen aus Deutschland

Nachdem der TSV Rethen vergeblich nach Trainern und Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJler) für die Betreuung seiner Mannschaften suchte, hatte er sich 2017 erstmals dazu entschlossen, einen Bundesfreiwilligen zu beschäftigen und bot über den ASC Göttingen eine Einsatzstelle an. Der Göttinger Verein ist anerkannte Zentralstelle für den Bundesfreiwilligendienst und kümmert sich um die Vermittlung und Betreuung der Freiwilligen.

Reagans Nachfolger werden allerdings nicht mehr aus Afrika, sondern aus Deutschland stammen: Lars Brüning und Keno Meyer, die bereits im TSV Rethen Mitglied sind, beginnen am Mittwoch, 1. August, ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim TSV und werden wie Reagan mit verschiedenen Teams trainieren und weitere Aufgaben im Verein übernehmen.

Reagan Mweemba fliegt am selben Tag zurück nach Sambia. Auf den elfstündigen Flug geht er allerdings nicht mit leeren Händen: Statt Blumen haben die TSV-Sportler für ihn Geld gesammelt. „Das kann er in Sambia besser gebrauchen, als Blumen oder ein anderes Abschiedsgeschenk“, sagt Volleyball-Abteilungsleiter Sven Engelhardt, der Reagans Aufenthalt in Deutschland organisiert hatte.

Außerdem hat der Verein zwei große Pakete mit Volleyball-Zubehör auf den Weg gebracht. Die teuren Versandkosten von rund 100 Euro pro Paket hat DHL dem Verein auf Initiative von Paketzusteller Kai Pingel gespendet.

Denn Reagan will auch in Sambia weiter als Volleyballtrainer arbeiten – und da kann er die Ausrüstung gut gebrauchen. „Denn diese ist in Sambia kaum vorhanden“, erklärt er.

Von Stephanie Zerm

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