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Laatzen Gymnasiasten kartieren rund 1000 Bäume
Umland Laatzen Gymnasiasten kartieren rund 1000 Bäume
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00:18 15.09.2018
Im Dienst der Wissenschaft: Kerim (10, von links), Haidar (10), Yannick (10), Nele (10), Héléne (10) und Laney (10) aus der Klasse 5a kartieren beim Umwelttag Bäume und sammeln Müll. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

Erstmals hat das Erich-Kästner-Gymnasium (EKG) am Mittwoch einen Tag der Umwelt organisiert. Nahezu alle Klassen waren daran beteiligt. Um kurz vor 10 Uhr schwärmten Hunderte Schüler in Kleingruppen aus, um die Bäume im Stadtgebiet genauer unter die Lupe zu nehmen. In einem Untersuchungsradius von Alt-Laatzen bis Rethen haben die Schüler Bäume vermessen und Arten bestimmt. „Außerdem wurde der Gesundheitszustand bewertet“, sagt Lehrerin Hendrika van Waveren, die die Aktion auf Anregung des Schülerrates federführend organisiert hat.

Die Schüler sollten herausfinden, wie sich das städtische Umfeld auf das Wachstum und den Gesundheitszustand der Bäume auswirkt. „Die Städte werden durch den Klimawandel immer heißer“, erklärt van Waveren. „Bäume helfen dabei, die Städte zu kühlen.“ Aufgrund von Bodenverdichtung und -versiegelung, Trockenheit und Hitze stünden sie allerdings unter Stress – und seien damit anfällig für Schädlinge und Krankheiten.

Laatzener Erich-Kästner-Gymnasium beteiligt sich an einer wissenschaftlichen Untersuchung.

„Es ist wissenschaftlich noch nicht untersucht, welche Bäume sich für Städte besonders eignen“, betont von Waveren. Genau weil noch nicht klar sei, welches der Baum der Zukunft sei, habe sich das EKG am Projekt „TreeChecker“ des Schulbiologiezentrums Hannover beteiligt. „Es ist ein sogenanntes Citizen-Science-Projekt, bei dem Bürger Daten für die Wissenschaft sammeln.“ Bei der Kartierung haben die Schüler am Mittwoch den Ist-Zustand aufgenommen. Im Vorfeld hatte van Waveren das Stadtgebiet mit einer Online-Karte unter die Lupe genommen und mehr als 1000 Bäume durchnummeriert. „Die Bereiche mussten innerhalb von 30 Minuten zu Fuß erreichbar sein, das war das Kriterium für das Untersuchungsgebiet.“

140 Gruppen mit jeweils fünf bis sechs Schülern starteten am Mittwoch zur Kartierung. Gleichzeitig lernten die Kinder und Jugendlichen, wie sie mithilfe von Handy-Apps Baumarten bestimmen können. Die Fünft- und Sechtsklässler wurden von Schülern des 11. Jahrgangs begleitet.

In den nächsten Tagen werden die Ergebnisse auf der Internetseite treechecker.de eingetragen. „Man kann dort dort jeden einzelnen von uns untersuchten Baum finden“, sagt van Waveren.

Schüler sammeln nebenbei noch Müll

Während ihrer Kartierungstour sammelten die Gruppen noch am Weg liegenden Müll auf: der Verpackungsmüll füllte einen kompletten Container. Außerdem kamen noch rund 100 Kilogramm Restmüll sowie weiterer Unrat zusammen, darunter ein Drucker und Autoreifen, was einen weiteren Container füllte. Die Fundstellen wurden kartiert. „Wir wollen eine Karte erstellen, wo in Laatzen welcher und wieviel Müll gefunden wurde.“ Fünf Einkaufswagen wurden zu den Märkten zurückgebracht.

Am Donnerstag geht die Umweltbildung weiter: Dann referiert Sven Achtermann vom städtischen Team Grünflächen Zehnt- und Elftkässlern über das Thema "Ist das Klima noch zu retten?". Realisiert wird der Vortrag über den proKlima-Fonds.

Die Schüler des zwölften Jahrgangs konnten sich aufgrund der Vorbereitungen zum Abitur sowie Klassenfahrten nicht an den Aktionen beteiligen.

Von Daniel Junker

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