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Laatzen SPD setzt auf Stadtpersonal, CDU auf Firmen
Umland Laatzen SPD setzt auf Stadtpersonal, CDU auf Firmen
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18:12 13.09.2018
Schulreinigung. Junker Schulreinigung Quelle: Daniel Junker
Laatzen

Wo Menschen zusammenkommen, muss aufgeräumt werden. Das gilt für die heimischen vier Wände, das Büro und die Picknickwiese ebenso wie für Schulen. Die Ansichten aber, wer Schulen und andere öffentliche Gebäude am besten sauber macht, gehen auseinander, wie das Beispiel Laatzens zeigt. Während die Ratsgruppe CDU/FDP auf Fremdfirmen setzt, will die SPD-Mehrheitsgruppe öffentliche Einrichtungen künftig von Stadtmitarbeitern reinigen lassen. Mit Blick auf die 2019 und 2020 endenden Reinigungsverträge haben beide entsprechende Anträge eingereicht.

„Seit der Umstellung von Eigen- auf Fremdreinigung vor etwa 15 Jahren sind Klagen aus den Schulen und Kitas über die schlechte Qualität der Reinigung nie verstummt“, betont Petra Herrmann in dem gemeinsamen Antrag der Gruppe SPD-Grüne-Linke-Faull-Scheibe. Auch deshalb habe der Rat vor Jahren die AG Schulreinigung gegründet und für 2013 die testweise Eigenreinigung in der Grundschule Rathausstraße beschlossen. Die inhaltliche Auswertung habe „eine hohe Qualität der Reinigung und eine hohe Zufriedenheit bei den Mitarbeiterinnen ergeben“, so die SPD-Ratsfrau. Dies und die geringe Fluktuation beim Reinigungspersonal führt Herrmann auf die besser Bezahlung im öffentlichen Dienst zurück.

Die von der Stadtverwaltung vorgelegte Kostenberechnung von 27,67 Euro – einschließlich Materialaufwand und Abschreibungen – bei einer Reinigungsstunde von städtischen Mitarbeitern gegenüber 19,60 Euro bei Fremdfirmen bezweifelt die Ratsgruppe. Sie hat die Überprüfung der Kosten angefordert und geht selbst von deutlich geringeren – und für die Stadt tragbaren – Differenzen aus. „Wir betrachten es als eines unserer wesentlichen politischen Ziele, für möglichst viele Menschen auskömmliche Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen“, heißt es in dem Antrag.

Die Gruppe CDU/FDP hingegen verfolgt in ihrem Antrag einen anderen Ansatz. Entscheidend für eine gute Reinigung sei weniger, wer sie ausführe, als was im Leistungskatalog vorgegeben sei und wie sie kontrolliert werde. Diese Parameter gelte es zu verbessern. Für problematisch bei der Eigenreinigung hält die Gruppe hingegen den Personalaufwand. Ihrer Berechnung nach müsste die Stadt allein 40 Vollzeitstellen besetzen, um die Laatzener Schulen (Reinigungsfläche rund 90.000 Quadratmeter) sauber zu halten. Bei Teilzeitbeschäftigungen, für Krankheitsreserven und zur Anleitung der Reinigungskräfte wäre sogar noch mehr Personal erforderlich. „Qualifiziertes Personal ist derzeit auf dem Arbeitsmarkt nicht zu erhalten“, meint die Gruppe, die auf externe Anbieter baut. Benötigte Leistungen könnten bei Fremdfirmen bedarfsorientiert eingekauft werden, der administrative Aufwand sei geringer und Maschinen müssten auch nicht beschafft werden.

Erstmals sollen die Anträgen im Stadtentwicklungsausschusses am Montag, 17. September, diskutiert werden. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathauszimmer 503.

 

Von Astrid Köhler

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