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Laatzen Stadt sucht neue Feld- und Forsthüter
Umland Laatzen Stadt sucht neue Feld- und Forsthüter
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02:15 03.03.2018
Der damalige Bürgermeister Thomas Prinz (von links) bestellte im März 2013 die amtierenden Feld- und Forsthüter Siegfried-Karl Guder, Hans-Jürgen Wohlfarth, Dietrich Kossack und Siegfried Schröder. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

 Sie achten auf illegal entsorgten Müll, unangeleinte Hunde und Autofahrer, die verbotenerweise durch die Feldmark fahren: Die Aufgaben der vier Laatzener Feld- und Forsthütern sind vielfältig. In Gleidingen sorgt Hans-Jürgen Wohlfarth und in Ingeln-Oesselse Dietrich Kossack für Ordnung, in Rethen ist Siegfried Schröder im Einsatz und in Laatzen Jagdpächter Siegfried-Karl Guder. Der 71-Jährige ist zugleich  der stadtweit dienstältester Feld- und Forsthüter und seit 40 Jahren im Einsatz. Seine Amtskollegen jeweils zehn Jahren. Ob sie noch für eine weitere fünfjährige Amtszeit verpflichtet werden, ist unklar, denn statt die Feld- und Forsthüter wie bisher nach Interessensbekundung zu verpflichten, hat die Stadt die Stellen, die zum 19. März auslaufen, öffentlich ausgeschrieben. „Die Verwaltung möchte allen Bürgern, die den fachlichen Anforderungen entsprechen, die Chance geben, sich zu bewerben“, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann.

Die Anforderungen aber haben es in sich: So sucht die Stadt bevorzugt ehemalige oder noch arbeitende Forstbeamte und Mitarbeiter staatlicher Naturschutzeinrichtungen für das Ehrenamt. Eine Voraussetzung, die die derzeitigen Amtsinhaber schwerlich erfüllen, trotz ihrer mehr als zehnjährigen Erfahrung. So ist etwa der Ingeln-Oesselser Feld- und Forsthüter Kossack ein früherer Telekom-Mitarbeiter.

Außerdem sollten die Bewerber eine hohe Entschluss- und Durchsetzungskraft sowie großes Engagement aufweisen, über grundlegende Kenntnisse oder bereits Erfahrungen im Naturschutz sowie in den Bestimmungen des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftgsordnung verfügen. Eine weitere Voraussetzung ist die gesundheitliche Eignung und Fitness, da die Feld- und Forsthüter überwiegend zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sind. Gleidingens Feld- und Forsthüter Wohlfarth ist 91 Jahre alt. Sorgen, dass er die Kriterien nicht erfüllen könnte, macht sich der Agraringenieur jedoch keine: „Ich bin fit und fahre zurzeit alle zwei bis drei Tage für jeweils drei Stunden durch mein Gebiet.“

Bis auf Rethens Feld- und Forsthüter Siegfried Schröder, der nach Informationen dieser Zeitung nicht weitermachen will, wollen alle das Amt weiter ausüben. „Es macht mir viel Spaß und Freude – daher möchte ich gerne weiter machen“, sagt  KossackGuder und Wohlfarth haben sich bereits beworben, Kossack hat dies angekündigt. 

Ob sie genommen werden, entscheidet der Verwaltungsausschuss. Zuvor prüft die Verwaltung alle Bewerbungen auf ihre Eignung. Dazu, wie viele Bewerbungen der Stadt bereits vorliegen, wollte sich Stadtsprecher Brinkmann nicht äußern: „Wir wollen dem Verfahren nicht vorgreifen.“

Die Bewerbungsfrist läuft bis 3. April. Bis dahin können sich Interessenten noch bewerben. Die Ausschreibung hat die Stadt auf ihrer Homepage www.laatzen.de veröffentlicht.

Alle Feld- und Forsthüter erhalten 90 Euro als monatliche Aufwandsentschädigung sowie Dienstausweis und Dienstweste der Stadt Laatzen. Nach ihrer Verpflichtung sind sie Verwaltungsvollzugsbeamte und nehmen begrenzt polizeiliche Aufgaben wahr.

Die aktuelle Amtszeit endet am 19. März, also vor Ende der Bewerbungsfrist. Ob die derzeitigen Feld- und Forsthüter bis zur Bestellung der neuen kommissarisch verpflichtet werden ist noch nicht klar.  „Ein nahtloser zeitlicher Übergang ist rechtlich nicht vorgegeben“, betont der Stadtsprecher. Von 2004 bis 2007 nutzte die Stadt diese Regelung schon einmal. Während dieser Zeit gab es nur kommissarische Feld- und Forsthüter.

Von Stephanie Zerm

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