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Laatzen Toter im Messebahnhof Laatzen: Ermittlungen eingestellt
Umland Laatzen Toter im Messebahnhof Laatzen: Ermittlungen eingestellt
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00:18 15.07.2018
Die Ermittlungen, wie Robert G. Anfang November ums Leben kam, sind offiziell eingestellt. An der Innenstadtwache am Raschplatz hängt dennoch weiterhin ein Zeugenaufruf. Quelle: Peer Hellerling
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Hannover/Laatzen

Im Fall des toten Robert G., der Anfang November im Messebahnhof Laatzen gefunden wurde, geht die Staatsanwaltschaft Hannover inzwischen von keinem Verbrechen aus. Wie Kathrin Söfker, Erste Staatsanwältin, auf HAZ-Anfrage bestätigt, sind die Ermittlungen inzwischen eingestellt worden. „Es konnten keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gefunden werden“, sagt sie. Daher gehen die Ermittler davon aus, dass der Pole in der Nacht zum 5. November die Treppe herunterfiel.

Passanten hatten den Leichnam am frühen Morgen auf dem Bahnsteig 12/13 entdeckt. Bereits von Anfang an gestalteten sich die Ermittlungen schwierig. Erst identifizierte die Polizei die Leiche als einen 41-jährigen Mann aus Lettland, wenig später musste sie ihre Angaben hin zu Robert G. ändern, einem polnischen Obdachlosen. Die Obduktion ergab zudem keine eindeutigen Belege dafür, wie der 43-Jährige ums Leben kam. Auch ein Zeugenaufruf verlief ergebnislos.

Das eingestellte Todesermittlungsverfahren bedeute laut Söfker aber nicht, dass der Fall endgültig geschlossen wird. „Sollte es irgendwann andere Ergebnisse in dem Zusammenhang geben, können die Ermittlungen jederzeit fortgesetzt werden“, so die Erste Staatsanwältin. An der Innenstadtwache am Raschplatz beispielsweise ist nachwievor ein Zeugenaufruf in der Sache zu finden. Laut Polizeidirektion nehmen die Kollegen natürlich weiter Hinweise entgegen, auch wenn der Fall eigentlich eingestellt ist.

Von Peer Hellerling

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