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Laatzen Viele Feuerwehrleute wollen Schweden helfen
Umland Laatzen Viele Feuerwehrleute wollen Schweden helfen
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00:22 26.07.2018
Auslandseinsatz der Feuerwehr: Kräfte aus Nienburg sind am Wochenende mit zwölf Fahrzeugen – darunter fünf Tanklöschfahrzeuge – nach Schweden aufgebrochen. Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport
Laatzen

Die ersten 52 Feuerwehrleute aus der Region, genauer aus Nienburg, haben am Wochenende mit zwölf Fahrzeugen Schweden erreicht und unterstützen dort nun die Löscharbeiten bei den großflächigen Waldbrände. Ein weiteres Hilfsgesuch aus Schweden ist bis Montagnachmittag zwar ausgeblieben, doch sollte es dazu kommen, dann steht in Hannover eine weitere Gruppe von Feuerwehrleuten und Fahrzeugen bereit. Dazu gehören auch Kräfte und Material aus Brandabschnitt III, der neben Laatzen auch noch Hemmingen, Pattensen und Springe umfasst. Das hat das Innenministerium auf Anfrage bestätigt.

„Die Bereitschaft ist riesig. Die Kollegen zeigen sich solidarisch und stehen parat“, betonte die Sprecherin des Innenministerium Svenja Mischel. Geplante werde derzeit mit einer möglichen Einsatzgruppe von 15 Fahrzeugen und 50 Feuerwehrleuten. Den Vorgaben aus Schweden nach müssen diese 96 Stunden lang autark arbeiten können, weshalb auch eine eigene Einsatzküche zum Tross gehört.

Ob überhaupt und wenn ja wann und in welcher Form ein Abruf nach dem EU-Katastrophenschutzmechanismus erfolgt, könne noch nicht gesagt werden, sagte die Sprecherin am Montagnachmittag. Sollte Schweden weitere Hilfe anfordern, würde genau geprüft, was nötig und möglich sei. „Wir dürfen den eigenen Brandschutz nicht außer Acht lassen – gerade in der momentanen Situation“, so Mischel.

Wie die Feuerwehrbereitschaft genau aufgestellt ist und welche Städte aus dem Brandabschnitt III Kräfte bei Bedarf entsenden könnten, dazu machte das Ministerium am Montag noch keine Angaben. Klar scheint aber, dass aufgrund des jeweiligen Fuhrparks und der in den jeweiligen Kommunen vorzuhaltenden Kräfte wenn überhaupt nur die größeren Feuerwehren in Laatzen und Springe dazu in der Lage sind, Fahrzeuge und Freiwillige nach Schweden zu entsenden.

Der Auslandseinsatz dort ist der erste seiner Art für die Feuerwehrkräften aus der Region. Der letzte vergleichbare Einsatz liegt bereits Jahrzehnte zurück: 1978 unterstützten Feuerwehrleute aus Hannover und dem Umland die Arbeiten nach dem schweren Ölunfall, als der Tanker Amoco Cadiz vor der bretonischen Küste in Frankreich verunglückt und auseinandergebrochen war.

Von Astrid Köhler

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