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Langenhagen ADFC-Sprecher fordert sichere Kreuzung
Umland Langenhagen ADFC-Sprecher fordert sichere Kreuzung
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00:15 26.07.2018
Irmgard Stresing (von links) und die ADFC-Mitglieder Reinhard Spörer und Ulla Beckmann-Spörer stehen neben den ausgelegten Spiegeleinstell-Folien. Quelle: privat
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Langenhagen

Dem Schutz für Radfahrer vor Unfällen mit Lastwagen muss eine höhere Priorität eingeräumt werden. Die fordert Reinhard Spörer, Sprecher der Ortsgruppe Langenhagen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Sein Ansinnen betonte Spörer zuletzt beim Truck-Fest von Mercedes Nutzfahrzeuge. Auf dem Firmengelände in Langenhagen waren viele Kunden, Partner und Interessierte aus der Logistik-Branche zu Gast, darunter auch Vertreter vom ADFC Region Hannover und der Berufsgenossenschaft BG Verkehr.

Eine Sattelzugmaschine mit der technischen Hilfe eines Abbiege-Assistenten befand sich auf dem gemeinsamen Stand, um sie herum waren farbige Planen ausgelegt, auf denen die vorgeschriebenen, durch die sechs Spiegel am Lkw einsehbaren Flächen markiert wurden. Viele Besucher konnten sich direkt vom Fahrersitz der Zugmaschine aus über die Sichtverhältnisse aus dem Führerhaus und auf das Abbiege-Assistenz-System informieren und sich diese Einrichtung vorführen lassen. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten: die Quote der Abbiege-Assistenten direkt beim Kauf der Lastkraftwagen zu erhöhen.

Kreuzung an der Hessenstraße ist „echter Gefahrenpunkt“

Spörer betonte in diesem Zusammenhang, dass sich in unmittelbarer Nähe der Mercedes-Niederlassung ein echter Gefahrenpunkt befindet – nämlich die viel befahrene Kreuzung Langenhagener Straße/Hessenstraße. Nach Meinung des Ortsgruppen-Sprechers besteht die große Gefahr darin, dass während einer gemeinsamen Ampelphase die Lkw-Fahrer nach rechts in das Industriegebiet abbiegen, während Radfahrer zeitgleich die Fahrbahn geradeaus überqueren können.

„Dies ist eine besonders gefährliche Situation, da aufgrund der bekannt schlechten Sichtverhältnisse aus den Führerhäusern nach rechts die Sicht dorthin sehr schlecht ist“, sagt Spörer und gibt zu bedenken: „Was passiert, wenn Radfahrer nicht gesehen werden, ist bekannt.“ Damit spricht er auf den tödlichen Verkehrsunfall am 18. April an, als ein elf Jahre alter Junge aus Langenhagen an der Kreuzung Vahrenwalder Straße/Industrieweg von einem abbiegenden Lkw erfasst wurde und noch an der Unfallstelle verstarb. „Die Ähnlichkeiten dieser Kreuzung mit der vor dem Modezentrum in Langenhagen sind groß: sehr viel Verkehr, Einfahrt in ein Industriegebiet, sehr hoher Schwerlastanteil und gleichzeitige Freigabe mit Grün.“

Land hat auf Forderung noch nicht geantwortet

Was nach Meinung von Reinhard Spörer jetzt getan werden muss: Rotfärbung der Radfurten, Änderung der Lage der Radwegfurten, zeitliche Trennung der Grünzeiten für rechtsabbiegenden Verkehr sowie geradeausfahrende Radfahrer. „Und zwar bevor es dort Tote gibt.“ Ob und wann es daraus etwas werden könnte, ist offen: Die Stadt, der Spörer diese Forderungen übermittel hat, darf nicht tätig werden, wie Verkehrsplanerin Anette Mecke dieser Zeitung berichtete. „Es handelt sich dabei um eine Ampelanlage des Landes.“ Spörer habe seine Bedenken deshalb ans Land weitergeleitet. Eine Antwort steht aus.

Von Stephan Hartung

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