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Langenhagen Ärger über Müll am Schulenburger Südsee
Umland Langenhagen Ärger über Müll am Schulenburger Südsee
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00:16 27.07.2018
Am Ende der Desbrocksriede wächst ein Müllberg stetig. Quelle: privat
Schulenburg

Hat Schulenburg ein Müll-Problem? Als Udo Frerichs vor einiger Zeit bei seiner Radtour durch den Ort am Südsee vorbeifuhr, musste er mit dem Blick auf die Wiese an das bekannte Lied von Jürgen Drews „Ein Bett im Kornfeld“ denken. Dort stand eine komplette Schlafkombination, die dort offenbar illegal entsorgt worden war. „Die Umweltbanausen müssen sich unheimlich angestrengt haben beim Transport der Sperrmüllteile, da der nächstgelegene Parkplatz etwa 500 Meter entfernt ist“, sagt Frerichs. Immerhin: Das Bett und Sofa sind sind bereits zwei Tage später wieder verschwunden – das gelte aus seiner Sicht jedoch nicht für den Müll an anderen Stellen des See.

Diese Sofa-Kombination am Schulenburger Südsee ärgert Passanten. Quelle: privat

Bereits im April hat Frerichs die Stadt Langenhagen über den Mängelmelder auf den aus seiner Sicht immer größer werdenden Müllhaufen am Ende der Desbrocksriede hingewiesen. „Das sieht fürchterlich aus und versifft so langsam. Der Müll liegt da schon seit Monaten, doch es tut niemand was“, klagt Frerichs. Inzwischen sei in der gesamten Straße der Unrat zu finden. Auch der Zustand des Containerplatzes für Glas und Papier sei „ungepflegt.“ Es gebe mehrere lose Zaunteile. „Uns ist das Müll-Problem in der Desbrocksriede bekannt“, sagt Stadt-Sprecherin Sabine Mossing und betont: „Seit längerer Zeit haben wir den Müll dort mehrfach entfernt und die Kolleginnen und Kollegen des Außendienstes kontrollieren das Gebiet regelmäßig.“ Die Abfallentsorgungsgesellschaft Aha entsorge und reinige täglich an Werktagen den Sammelplatz.

Stadt sieht kaum Handhabe gegen den Müll

Frerichs will beobachtet haben, dass insbesondere Lkw-Fahrer für den Müll verantwortlich seien. Diese übernachteten vielfach in ihren Fahrzeugen in der Straße und entsorgten dort auch ihren Dreck. „Wenn die Stadt Langenhagen das genehmigt, dann müsste sie auch dafür sorgen, dass gelegentlich der von diesen Leuten erzeugte Müll entsorgt wird“, meint Frerichs. Nach Angaben von Mossing sei das Parken „dort grundsätzlich“ zulässig. Die Lkw-Fahrer belieferten zumeist das angrenzende Gewerbegebiet. Wie auch anderenorts seien die Möglichkeiten der Stadtverwaltung in der Müll-Frage eingeschränkt. „Außer häufigen Kontrollen des Außendienstes und Appellen an die Bürgerinnen und Bürger kann die Verwaltung nur begrenzt Einfluss nehmen“, erklärt Mossing. Erschwerend komme zudem hinzu, dass entlang der Desbrocksriede unterschiedliche Eigentumsverhältnisse vorlägen.

Am Südsee selbst hat der Frerichs nichts zu beanstanden. Rund um das Gewässer sehe alles gepflegt aus. „Da ist die Stadt hinterher“, lobt der Schulenburger. Der ärgert sich allerdings noch über eine zweite Müllablagestelle. Bei der Auffahrt zur Autobahn 2 an der Hannoversche Straße liege bereits seit einigen Jahren Müll, der nie abgeholt werde. „Ich beobachte da schon länger einen blauen Sack, der nie bewegt worden ist“, sagt er. Als dort neulich gemäht worden ist, habe man den Müll nicht etwa vorher entfernt, sondern gleich mit zerhackt. „Nun liegen da lauter kleine Reste“, beschreibt Frerichs.

Von Sascha Priesemann

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