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Langenhagen Mehr Offenheit und Transparenz erwünscht
Umland Langenhagen Mehr Offenheit und Transparenz erwünscht
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00:17 06.07.2018
Im Gespräch über die offene Gesellschaft und das offene Klavier: Lokalredakteur Sven Warnecke (links) und Pastor Falk Wook. Quelle: Antje Bismark
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Langenhagen

Mehr Offenheit und Transparenz – das wünschen sich die Marktbesucher am Stand der Rollenden Redaktion auch von der Politik, auf lokaler und auf Bundesebene, sowie von der Verwaltung. „Das ist doch ein Kasperletheater in Berlin“, sagt eine Langenhagenerin, die sich vor der jüngsten Kommunalwahl politisch engagiert hatte. Niemand könne mehr nachvollziehen, wer welche Position, aus welchem Grund vertrete.

„Und anschließend“, sagt die Langenhagenerin, „postet jeder bei Facebook, was er meint aus der Runde deuten zu können.“ Dass sie dieses Verhalten auch bei Politikern und Verwaltungsmitarbeitern beobachten müsse, irritiere sie sehr. „Mitunter finden sich dort auch falsche Aussagen, und wenn die dann widerlegt werden, reagiert dann der Schreiber nicht mehr.“ Deshalb würdigt sie wie andere Besucher die Berichterstattung der HAZ/NP-Lokalredaktion über Haushaltssperre, Eishalle und Sanierung von Straßen sowie Schulen. Kritik an den Kommunalpolitikern übt auch ein Langenhagener, der sich zudem für die Sanierung der Walsroder Straße Nord einsetzt.

„Da fehlt schlicht jemand, der mal mit der Faust auf den Tisch haut, damit alle zur Arbeit zurückkehren“, sagt er mit Blick auf Querelen und gegenseitige Vorhalten der Fraktionen untereinander und gegenüber der Verwaltung. Sein Wunsch: Statt sich im Streit zu verzetteln, sollten alle Beteiligten wichtige Projekte wie die Ansiedlung des Edeka-Marktes an der Walsroder Straße/Reuterdamm im Blick behalten. „Der Eindruck vieler Nachbarn ist, dass das Projekt stockt und niemand genau weiß, warum“, sagt er. In dieser Diskussion und Entwicklung vermisse er, wie in anderen Belangen auch, offene und nachvollziehbare Aussagen von Rat und Verwaltung.

Für eine offene Gesellschaft in Langenhagen steht auch die gleichnamige Initiative in der Stadt. Wie Pastor Falk Wook nun am Dienstag bei einem Besuch der Rollenden Redaktion betont, seien die Akteure auch auf einem guten Weg. Dabei spricht er etwa über die Aktion „Offenes Klavier“. Das seit einigen Wochen auf dem Marktplatz stehende Instrument werde gut angenommen – „von Anfängern wie auch Könnern“. „Wir suchen aber auch noch ein paar Profis“, wirbt Wook für das Musizieren. Angesichts des Erfolgs bietet die Initiative dort am Freitag, 6. Juli, um 17 Uhr erstmals auch ein Offenes Singen an. „Die Idee der Offenen Gesellschaft Langenhagen dabei ist, dass Musik die Menschen verbindet und miteinander in Kontakt bringt, C-Dur ist in allen Sprachen gleich“, sagt der Pastor – ganz offen.

Von Antje Bismark und Sven Warnecke

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