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Langenhagen Friedhof bekommt einen Bienengarten
Umland Langenhagen Friedhof bekommt einen Bienengarten
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10:47 30.07.2018
Auf dem Friedhof Grenzheide befindet sich nun ein Bienengarten Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Das muss kein Widerspruch sein: Auf einem Friedhof soll neuer Lebensraum entstehen – in diesem Fall für Bienen. „Auf den Friedhöfen gibt es immer mehr Platz“, sagt Uwe Stapelmann von der Treuhandstelle für Dauergrabpflege. Der Verband umfasst die Bundesländer Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt und feiert 2018 sein 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat die Treuhandstelle ein Projekt zur Unterstützung von Wild- und Honigbienen ins Leben gerufen. Ein solcher Bienengarten ist nun auf dem Friedhof Grenzheide zu sehen.

„Wir haben in den drei Bundesländern noch 120 weitere Bienengärten“, verkündet Stapelmann stolz. Dass es in Langenhagen geklappt hat, freut nicht nur ihn. „So etwas war immer mein Herzenswunsch“, sagte Birgit Ehlers-Ascherfeld bei der Eröffnung des großes Beetes am Eingangsbereich des Friedhofs. Mit ihrem Gärtnereibetrieb hat sie von Dezember an den Bienengarten erstellt, in Zusammenarbeit mit der Stadt Langenhagen und dem Nabu Langenhagen – und darf sich daher offiziell für fünf Jahre „Bienengarten-Pate“ nennen. „Ich bin sicher, dass wir danach unseren Vertrag verlängern und den Garten fortführen, bis wir alle in Rente gehen“, sagt Ehlers-Ascherfeld und lacht.

Auf dem Friedhof Grenzheide befindet sich nun ein Bienengarten Quelle: Stephan Hartung

Solches Engagement, nämlich die kostenlose Pflege der Bienengärten, ist laut Uwe Stapelmann unbezahlbar. „Wir haben ausgerechnet, dass die fünfjährige Pflege aller 121 Gärten sonst 100 000 Euro kosten würde“, sagt er. Die Stadt Langenhagen ist schon deswegen gern mit im Boot, weil sie mit ihren Bienenvölkern auf dem Rathausdach ihren Teil dazu beiträgt, was derzeit überall in der Diskussion ist: die Rettung der vom Aussterben bedrohten Wild- und Honigbienen. „Ich habe 20 Bienen mitgebracht. Sie sind an dem Löwen, unserem Langenhagen-Wappen, im Nacken zu erkennen“, scherzte Bürgermeister Mirko Heuer – ohne jedoch einen wichtigen Hinweis zu geben: Eine Auszubildende in der Verwaltung habe ein Projekt angeschoben, das sich „fliegende Vielfalt in Wiesenau“ nennt. Auch dies zur Rettung von Bienen.

Von Stephan Hartung

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