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Langenhagen Bauantrag für ganzjähriges SeaSide gestellt
Umland Langenhagen Bauantrag für ganzjähriges SeaSide gestellt
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00:16 28.07.2018
In diesen heißen Tagen hat Mehmet Yavas am Tresen des SeaSide am Ufer des Silbersees viel zu tun. Quelle: Thomas Böger
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Langenhagen

Eigentlich wollte Erdrinc Cerkez schon im kommenden Winter Spaziergängern am Silbersee heißen Kaffee und Glühwein anbieten. Das wird nicht mehr klappen, aber mit den Plänen für eine ganzjährige Gastronomie am Strandbad „sieht es alles sehr gut aus“, sagt Cerkez. Der Bauantrag sei gestellt, die Genehmigung aus seiner Sicht „nur noch eine Formalität“. Ganz verbindlich könne er sich aber voraussichtlich erst in einem Monat äußern.

Der städtische Wirtschaftsförderer Jens Monsen bestätigt den Eingang des Bauantrags. Allerdings sei dieser nicht ganz vollständig gewesen, einige Dinge müssten noch nachgereicht werden. Außerdem sei es für die Stadt wichtig, dass Cerkez ihr gegenüber die Finanzierung des Objektes sicherstellen könne. Man habe den Gastronom um einen entsprechenden Nachweis bis Mitte August gebeten, erklärt Monsen. Sollte der geplante Pachtvertrag über 15 Jahre doch noch scheitern, „müssen wir uns dem Thema Gastronomie am Silbersee komplett neu nähern“, meint der Wirtschaftsförderer.

In der Stadt wird schon seit Jahren über einen Restaurantbetrieb diskutiert, der das ganze Jahr über geöffnet bleibt. Politik und Verwaltung gehen davon aus, dass ein ausreichender Bedarf dafür bestehe. Deshalb war vereinbart worden, sich die Zahlen für diesen Sommer genau anzusehen und bei positiver Wertung einen langfristigen Vertrag mit Cerkez abzuschließen. Der ist auch zuversichtlich, dass die Pläne realisiert werden können. Teile des Neubaus sollten noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden, der Rest dann im Frühjahr folgen. In jedem Fall will er den Betrieb im nächsten April – die aktuelle Saison läuft im September aus – wieder eröffnen. Möglicherweise werde es einen Übergang geben, bei dem neben dem jetzigen Tresenverkauf das neue Gebäude errichtet werde.

Toiletten-Nutzung wird Problem

Ungelöst ist am Silbersee weiterhin die Bereitstellung öffentlicher Toiletten. Auch jene Anlage am Westufer, die die Stadt vor wenigen Jahren für viel Geld „Vandalismus-sicher“ gestaltet hatte, ist aktuell aufgrund unzumutbarer Zustände im Inneren gesperrt, wie Baudezernent Carsten Hettwer am Mittwoch dieser Zeitung berichtete. Aus diesem Grund wurden eine Reihe von Dixi-Toiletten am Westufer aufgebaut. Diese, so Hettwer, seien jedoch ebenfalls inzwischen stark verschmutzt. „Es deprimiert mich, wie sich die Gesellschaft verändert hat“, klagte Hettwer. Zugleich beschwerten sich Anwohner bei der Stadt, dass sie für die Nutzung der Toiletten der Seaside-Gastronomen Geld zahlen müssten. „Die Stadt zahlt inzwischen für die Toilettenreinigung der festen Anlage 1000 Euro pro Monat. Doch der Zustand darin ist zuweilen so furchtbar, dass ich dies auch den Reinigungskräften kaum noch zumuten kann.“/nea

Von Thomas Böger

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