Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Langenhagen Bis 2019: Reemtsma baut 159 Stellen ab
Umland Langenhagen Bis 2019: Reemtsma baut 159 Stellen ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:47 12.10.2018
Im Reemtsma-Werk fallen 159 Stellen weg - ohne Kündigungen. Quelle: Archiv/Neander
Langenhagen

Bis Ende September 2019 baut der Reemtsma-Konzert insgesamt 159 der derzeit 880 Stellen ab – dabei spricht das Unternehmen nach Aussage von Sprecherin Doreen Neuendorf allerdings keine Kündigungen aus. Vielmehr nehmen 120 Arbeitnehmer die freiwillige Vorruhestandsregelung in Anspruch, die weiteren 39 Stellen betreffen Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeiter, die nach dem 1. Oktober kommenden Jahres nicht mehr beim Zigarettenhersteller an der Westfalenstraße beschäftigt sein werden.

Darüber habe die Unternehmensleitung in dieser Woche die Beschäftigten im Langenhagener Werk informiert, sagt Neuendorf. Sie lobt in ihrer Stellungnahme die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, dessen Vorsitzender Lutz Genzky sich ebenso erfreut über den Ausgang der Verhandlungen geäußert habe. Bei den Verhandlungen habe sich die von Anfang an transparente Kommunikation ausgezahlt – dazu gehörte nach Angaben der Sprecherin auch eine Abfrage, welcher Mitarbeiter die Möglichkeit des vorgezogenen Ruhestands nutzen wolle.

Stellenabbau in Hamburg zog Kündigungen nach sich

Auf der Basis der Rückmeldungen und des zuvor schon für den Standort in Hamburg ausgehandelten Sozialplans entwickelte der Konzern dann das Abbauprogramm. Der Stellenabbau betrifft bundesweit auch andere Standorte, so müssen in der Reemtsma-Zentrale in Hamburg-Bahrenfeld insgesamt 60 Mitarbeiter gehen – 20 von ihnen erhalten, im Gegensatz zu Langenhagen, eine Kündigung.

Die Umstrukturierung an allen Standorten begründet Reemtsma mit der Umstellung der Produktion auf neue EU-Standards, die demnächst gelten sollen. So sieht eine der künftigen EU-Regulierung vor, dass ab Mai 2019 alle in der Europäischen Union produzierten Tabakverpackungen und damit jeder noch so kleine Karton mit einem eigenen Code versehen muss, wie Neuendorf mitteilt. Damit sollen Lieferwege lückenlos nachvollzogen und Tabakschmuggel leichter bekämpft werden können – allerdings mit einem hohen Aufwand für den Produzenten. Deshalb verlagert Reemtsma die Herstellung der Zigaretten, die bislang in Langenhagen für Nicht-EU-Staaten produziert werden, eben in Werke außerhalb der EU. Bislang exportiert das Werk Langenhagen in 61 Länder und 20-Duty-free-Märkte – etwa ein Drittel außerhalb der EU-Grenzen. Gleichwohl betont Werkleiter Ulf Fritzsche: „Das Werk Langenhagen spielt eine weiterhin sehr wichtige Rolle im Konzernverbund.“

Von Antje Bismark

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer auch immer in diesen Tagen die frisch angemalten Schaltkästen der Telekom sieht, darf sich sicher sein: Nicht nur die Motive symbolisieren das pralle Leben. Dies gab es auch beim Bemalen davor.

15.10.2018

Der Kirchenkreis hat mit Anne Basedau eine neue Kirchenkreisjugendwartin. Sie hat ihr neues Büro bezogen und geht in ihrer neuen Tätigkeit begeistert auf.

12.10.2018

Die Kinder stehen auf der Straße, ein Hauseigentümer bleibt auf Kosten sitzen, die Polizei ermittelt gegen den Schulträger: Die Montessori-Schule in Langenhagen steht vor dem Aus.

14.10.2018