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Langenhagen DLRG-Ortsgruppe feiert Tag der offenen Tür
Umland Langenhagen DLRG-Ortsgruppe feiert Tag der offenen Tür
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13:09 16.09.2018
Im Gespräch: Rettungstauccher Björn Fiedler und Michael Sommer (von links) mit Thorsten Semmler und Martin Rinsche von der DLRG-Ortsgruppe sowie Stefanie Rupprecht von der Sparkasse Hannover. Quelle: Konstantin Klenke
Langenhagen

Ein kleiner Schritt für Björn Fiedler und Michael Sommer, ein großer Schritt für die DLRG: Nein, eine zweite Mondlandung legen die zwei Einsatztaucher der Langenhagener Ortsgruppe am Sonnabend nicht hin. Stattdessen begeben sie sich am Tag der offenen Tür in einen mit grünlichem Wasser gefüllten Container. Statt wie 1969 vor dem Fernsehbildschirm können die Besucher das Prozedere durch Glasscheiben beobachten, die in den Container eingelassen sind.

Die Zwillingsschwestern Maya und Lia (beide 4) blicken mit Onkel Andreas Kretschmer in den Wassercontainer. Quelle: Konstantin Klenke

Erstmals können Besucher zudem mit einem der Taucher unter Wasser sprechen. Denn Björn Fiedler setzt bei seinem Tauchgang erstmals ein Tauchertelefon ein: „Ohne Tauchtelefon dürften wir wegen neuer Bestimmungen der Unfallversicherung keine Taucheinsätze mehr durchführen“, erklärt Torsten Semmler, Vorsitzender der Langenhagener DLRG-Ortsgruppe. Das Gerät ist im Ernstfall über ein 50 Meter langes Kabel mit dem Headset des Taucheinsatzführers verbunden – Funk würde unter Wasser nicht funktionieren. Gleichzeitig atmen und sprechen kann Fiedler, weil die Luftzufuhr über die Maske läuft und er für die Sauerstoffzufuhr kein Mundstück benötigt.

Nach Badeunfällen: Ortsgruppe richtet Blick nach vorn

Die Kosten zur Anschaffung des Geräts in Höhe von 5000 Euro teilt sich die Ortsgruppe mit der Sparkasse Hannover: Diese steuerte 2500 Euro aus ihrem Sportfonds bei. „Wir unterstützen dieses Engangement gern“, betont Stefanie Rupprecht während der Veranstaltung. Mit jährlich bis zu 100.000 Euro wolle der Sportfonds Vereine in ihrer gesellschaftlichen Funktion stärken, so die Sparkassen-Mitarbeiterin. Neben dem Tauchtelefon können Besucher an diesem Tag auch die Fahrzeugflotte ansehen, an Übungspuppen eine Herz-Druck-Massage trainieren sowie das frisch renovierte und erweiterte Gebäude am Silbersee bestaunen.

Stefanie Rupprecht von der Sparkasse übergibt einen symbolischen Scheck an den DLRG-Ortsgruppenvorsitzenden Thorsten Semmler. Quelle: Konstantin Klenke

Mit dem Tag der offenen Tür endet nun die DLRG-Saison – Pressesprecher Frank Berkemann richtet nach zwei schweren Badeunfällen den Blick nach vorn: „Insgesamt haben wir in dieser Saison 6500 Stunden Wachdienst geleistet. Wir wollen weiter so gut wie möglich helfen.“ Nach der Begehung mit dem städtischen Baudezernenten Carsten Hettwer wolle man sich vor der nächsten Saison über weitere Maßnahmen zur Vermeidung solcher Unfälle austauschen – beschließen müsse die aber der Rat der Stadt: Berkemann rechnet „mindestens mit Hinweisschildern, möglicherweise rückt die Stadt ja auch nochmal mit dem Bagger aus.“ Im Vordergrund stehe, so eine erste Bilanz von Stadt und DLRG, jedoch die Aufklärung der Silbersee-Besucher. Wirklich verhindern ließen sich Unfälle auch durch die besten Schilder nicht.

Von Konstantin Klenke

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