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Langenhagen Die Stadt hat wieder eine deutsche Meisterin
Umland Langenhagen Die Stadt hat wieder eine deutsche Meisterin
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00:20 16.09.2018
Empfang für die Deutsche Meisterin Melanie Rosenthal (links) und die erst mal bei den Meisterschaften in München gestartete Leonie Wildhagen. Quelle: Sven Warnecke
Schulenburg/Engelbostel

Das hat mehr als 30 Jahre gedauert: Der Schießsportverein Schulenburg (SSV) hat mit Melanie Rosenthal nach 1985 wieder eine deutsche Meisterin in den eigenen Reihen. Trotz kleinem Schönheitsfehler. Denn die 16 Jahre alte Schülerin wohnt im Nachbardorf Engelbostel. Allerdings klang das am Mittwochabend bei dem enthusiastischen Empfang der Jugendmeisterin in der olympischen Sportdisziplin „Luftgewehr Freihand“ nur scherzhaft und am Rande an.

Doch nicht nur die Titelträgerin wurde mit einem Spalier der Vereinsmitglieder samt Jagdhornklängen der Bläser des Engelbosteler Schützenvereins in Schulenburg empfangen, sondern auch die erst 13 Jahre alte Leonie Wildhagen, die bei ihrer ersten deutschen Meisterschaft in allen Disziplinen im vorderen Drittel der Platzierungen landete, wie Schützenchef Lutz Döpke erfreut berichtete. Zu verdanken hat er das gute Abschneiden der beiden jungen Mädchen seinem Bruder Volkmar, der Jugendleiter des aktuell 185 Mitglieder zählenden Vereins – darunter 40 Jugendliche - ist und die beiden Talente gefördert hat.

Größter Erfolg von Jugendleiter Volkmar Döpke

Und Volkmar Döpke ist nach eigenen Angaben „superstolz“ auf seine Schützlinge. Und nach den in München ausgetragenen Meisterschaften hofft er nun, dass es auch auf internationaler Bühne weitergehen wird. „Die Bundestrainer werden Melanie wohl gesehen haben“, meint Döpke zuversichtlich, der das Abschneiden der beiden Mädchen als seinen größten Erfolg als Jugendleiter bezeichnet.

Melanie Rosenthal gewinnt Titel im Luftgewehr-Freihand-Schießen für SSV Schulenburg.

Doch dieses Ergebnis kommt nicht von irgendwo her. Das sei das Resultat von Fleiß und Ehrgeiz. Zudem müssten die Trainingsbedingungen passen – und auch das Elternhaus dahinterstehen, betonte Lutz Döpke. Doch um so treffsicher wie die beiden zu sein, sei eine gehörige Portion Disziplin und Konzentration erforderlich. „Und das geht nur mit viel Einsatz.“

Jede Woche 14 Stunden Training

Und das beweist die deutsche Jugendmeisterin auch. Sie trainiert jede Woche gut 14 Stunden. Mittlerweile nicht mehr nur in Schulenburg, sondern auch in Elze bei Kreistrainerin Sabine Jakob-Kreth. Neben dem Training ist sie zudem auch jedes zweite Wochenende bei Wettkämpfen auf Kreis- und Landesebene am Start. Und wie Kreisoberschützenmeisterin Birgit Gräfenkämper betonte, sei der Verband „stolz“ auf das Abschneiden der beiden Mädchen. Zudem lobte sie die gute Jugendarbeit des Schulenburger Vereins, der nun Früchte trägt. Und das, obwohl Melanie Rosenthal erst seit acht Jahren Schützin ist. „Chapeau“, kommentierte Grafenkämper deshalb ausdrücklich das herausragende Resultat. Immerhin erreichte sie für den Titelgewinn stolze 413,1 Ring.

Auch der stellvertretende Langenhagener Bürgermeister Willi Minne sowie die Ortsbürgermeister Dietmar Grundey aus Schulenburg und seine Engelbosteler Kollegin Bettina Auras waren voll des Lobes für die erfolgreichen Sportlerinnen und freuten sich über die neuen „Aushängeschilder“ ihrer Dörfer.

Willi Minne feiert selbst Premiere

Für den „altgedienten“ Minne war der Empfang sogar eine Premiere: „Für mich ist es das erste Mal, eine deutsche Meisterin zu ehren.“ Er sprach deshalb auch von einem besonderen Ereignis. „Das hat man nicht alle Tage.“ Auch Minne lobte die Jugendarbeit der Schützen in Schulenburg. „Das ist nicht in jedem Verein so“, betonte der stellvertretende Bürgermeister und langjährige Vorsitzende des Sportausschusses. Für ihn ist das Ergebnis der deutschen Meisterschaft aber auch ein Beleg dafür, wie erfolgreich und zukunftsweisend die Sportförderung der Stadt sei. Langenhagen dürfe sich dabei durchaus regionsweit als Vorreiter bezeichnen, meinte Minne. Er bezeichnete Melanie Rosenthal als „eine positive Visitenkarte“ für die Stadt.

Doch Minne nutzte den Empfang auch, deutlich zu machen, dass der Sport „wichtige Verhaltensweisen wie Fairness, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und Anstand“ lehre. „Das sind gute Merkmale für alle Menschen, und sehen Sie es mir nach, auch für Politiker“, konnte sich Minne einen Seitenhieb auf die aktuell angespannte Situation in der Langenhagener Ratspolitik nicht verkneifen.

Von Sven Warnecke

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