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Langenhagen Galerie Depelmann geht ins fünfte Jahrzehnt
Umland Langenhagen Galerie Depelmann geht ins fünfte Jahrzehnt
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13:45 27.07.2018
Nach 40 Jahren übergibt Hargen Depelman, hier mit einer Skulptur von Karlheinz Oswald, an einen Nachfolger. Quelle: Antje Bismark
Krähenwinkel

Seit vier Jahrzehnten prägen Liesa und Hargen Depelmann mit ihrer gleichnamigen Galerie das Kultur- und Kunstleben in der Stadt – nun ziehen sich der 79-Jährige und seine Ehefrau aus dem aktiven Geschäft zurück. Im Herbst übernimmt ein Nachfolger die Galerie, noch will Hargen Depelmann den Namen nicht nennen. Nur so viel verrät der Firmengründer: „Er kommt aus der Branche, und wir arbeiten schon seit längerem intensiv zusammen.“

Der Wechsel in der Geschäftsführung ist für den Krähenwinkeler ein Grund, auf das Lebenswerk zurückzuschauen. Als weiteren nennt er den 40. Geburtstag der Galerie, deren Ursprung einst bei englischen Möbeln und Bilderrahmen liegt. Denn Hargen Depelmann arbeitete in den 1970-er Jahren als Berater in der Möbelbranche, dabei kümmerte er sich auch um Bilderrahmen. „Und diese wollen ja auch schön gefüllt sein“, erklärt er mit einem Schmunzeln seinen Ausflug in die Malerei. Und so fanden die Kunden ab 1978 zwischen den englischen Kommoden, Tischen und Stühlen auch Gemälde und Grafiken. Der Grundstein für die Galerie, die sich als eine der wenigen in der Region Hannover über einen solchen langen Zeitraum hält, war gelegt.

Die erste Ausstellung öffnete zwei Jahre später mit Werken von Ernst Fuchs, Meister des Phantastischen Realismus – mit Erfolg. Denn Kunstinteressierte und Kunden kamen gleichermaßen gern in die Räume, die sich damals noch im Hinterhof des Gebäudes an der Walsroder Straße befanden. Angesichts der Resonanz stand für Depelmanns fest, dass sie diesen Weg weitergehen wollten. Es folgte eine Worpswede-Ausstellung mit Werken von Heinrich Vogeler, Hans am Ende, Fritz Mackensen und Fritz Overbeck aus der Zeit um 1900, die von den Arbeiten des damals 35-jährigen Worpsweder Malers Heinrich-Rudolf Schott akzentuiert wurden.

Fünf Standbeine sichern das Überleben

Seit dem 3. Dezember 1982 befindet sich die Galerie in ihren jetzigen Räumen, und auch der Skulpturengarten gehört seit Jahren zum festen Bestandteil der Ausstellungen. Stetigkeit zeichnet die Galerie zudem in einem anderen Punkt aus: „Wir vertreten die Künstler zum Teil seit mehreren Jahrzehnten, daraus haben sich echte Partnerschaften entwickelt“, sagt Hargen Depelmann und weist auf eine weitere Besonderheit hin: Wer bei ihm ein Kunstwerk kauft, bekommt ein im eigenen Verlag erschienenes Buch dazu. Insgesamt 93 davon hat Depelmann verlegt.

Neben der Galerie mit vier jährlichen Ausstellungen und dem Verlag gehören auch der Handel mit Kunst, das Editieren von Grafiken und eine Rahmenwerkstatt zu den Standbeinen des Familienunternehmens, das künftig von einem externen Geschäftsführer geleitet wird. Akut bearbeitet Depelmann für ein Hotel in Süddeutschland gut 120 Gemälde – neue Rahmen inklusive. „Kunst und Handwerk gehören für mich immer noch zusammen“, sagt Depelmann.

Information: Die Ausstellung zum 40. Galerie-Geburtstag samt Skulpturensommer ist noch am Sonnabend, 28. Juli, von 10 bis 16 Uhr zu sehen. Vom 9. bis 13. Oktober dauert eine Ausstellung, die Werke des Bildhauers Karlheinz Oswald in den Mittelpunkt rückt. Arbeiten von Elke Weickelt sind vom 21. Oktober bis 24. November der Schwerpunkt. Vom 15. bis 18. November beteiligt sich die Galerie an der Art Fair Hamburg. Die Weihnachts- und Jahreswendeausstellung öffnet am 2. Dezember.

Von Antje Bismark

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