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Langenhagen Glasperlenspiel dankt im Namen von Unicef
Umland Langenhagen Glasperlenspiel dankt im Namen von Unicef
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00:20 05.11.2018
Zum Jubeln: Eine stolze Summe ist beim jüngsten Unicef-Spendenlauf der IGS zusammengekommen. Mit dabei das Duo Glasperlenspiel mit Carolin Niemczyk (dritte von links) und ihrem Partner Daniel Grunenberg (fünfter von links). Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Die 16. Auflage des Spendenlaufs der IGS Langenhagen zugunsten des Kinderhilfswerks Unicef hat die stolze Summe von 69.961 Euro erbracht. 2644 junge Läufer legten dabei Mitte September knapp 25.000 Kilometer zurück. Mit diesem Geld soll ein Projekt in Bhutan unterstützt werden. Dies ist am Freitag die zentrale Nachricht der Feierstunde in der Aula des Schulzentrums – in Gegenwart von zwei prominenten Besuchern: Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg – besser bekannt als das Duo Glasperlenspiel -, die abends noch im Capitol in Hannover auftreten sollten, schauten in Langenhagen vorbei.

Und im Auditorium hatte sich Vorfreude breitgemacht. „Ich habe die beiden noch nie live gesehen und freue mich auf sie“, sagte etwa Antonia. Tim Ole gestand zwar, dass er das Duo gar nicht kenne, dennoch gespannt sei. Und die Musiker sind nicht mit leeren Händen gekommen. Für die besten Läufer hatten sie für ihren abendlichen Auftritt Freikarten dabei. Doch nicht nur die Schüler mit den meisten Kilometern wurden belohnt, sondern letztlich alle – vor allem auch die Unterstützer im Hintergrund erhielten viel Lob. Das wurde in den Beiträgen von Schulleiter Timo Heiken und Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer deutlich. Vor allem auch, „dass diese besondere Geschichte nun schon über so viele Jahre läuft“, dankte der Verwaltungschef allen Engagierten.

Knapp 2700 Schüler legen 25.000 Kilometer zurück und sammeln 69.961 Euro Spenden.

Die beiden Unicef-Paten von Glasperlenspiel lobten die „tolle Sache“. Daniel Grunenberg hob hervor, wie wichtig es ist, sich für andere Menschen einzusetzen, „denen es nicht so gut geht“. Und Carolin Niemczyk ergänzte, dass es die in Deutschland selbstverständliche Schulbildung nicht überall und für alle gebe. Aus diesem Grund sei das nun unterstützte Projekt um so wichtiger, damit Kinder in einer kindgerechten Umgebung lernen und aufwachsen könnten. Mit ihrem sportlichen Engagement hätten die knapp 2700 Schüler vor allem aber gezeigt, dass jeder etwas gegen die Not in der Welt tun könnte, betonte Niemczyk auf der Bühne der Aula.

Carolin Niemczyk: Jeder kann etwas gegen die Not in der Welt tun

Von dieser Schulbühne herunter riefen Rainer Lohse und Daniel Möllenbeck, die Organisatoren des Spendenlaufs, dann auch die Namen der fleißigsten Läufer und die Ergebnisse der jeweiligen Schulen auf. Mit der Summe von 69.961 Euro – davon steuerten die 1078 Läufer der IGS mit 34.202 Euro den Löwenanteil bei – soll ein Projekt im asiatischen Bhutan im Kampf gegen sogenannte Kindermönche und -nonnen unterstützt werden. Dort besuchen mehr als 7000 Kinder Klosterschulen – und die Bedingungen sind katastrophal, sagt Lohse. Denn statt Bildung haben sich seinen Angaben zufolge dort die Verantwortlichen mehr der Spiritualität verschrieben.

Das Leben hinter den Mauern sei aber nur selten kindgerecht. „Englischunterricht gibt es nicht; die hygienischen Verhältnisse sind haarsträubend“, beschreibt Lohse die Erkenntnisse von Unicef. So soll mit dem diesjährigen Spendenlauf dort etwas für sauberes Wasser und einfachste sanitäre Einrichtungen getan werden. Aber er spricht auch von Aufklärung, um die dort weitgehend noch praktizierte körperliche Züchtigung von Kindern zu unterbinden und das Bewusstsein für Kinderschutz sowie Kinderrechte bei den Erwachsenen zu fördern.

Von Sven Warnecke

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