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Langenhagen Bürgermeister Heuer stellt sich Fragen der Schüler
Umland Langenhagen Bürgermeister Heuer stellt sich Fragen der Schüler
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16:30 10.01.2019
Mirko Heuer stellt sich den Fragen der Schüler, hier zwischen den Moderatoren Julius Richter und Lena Hannemann. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Diese Einladung sollte man nicht ausschlagen. „Ich weiß nicht, ob das mit euren Lehrern abgesprochen ist. Aber ich hätte noch 45 Minuten Zeit“, sagte Mirko Heuer in Richtung der Schüler. Der Bürgermeister der Stadt Langenhagen war zu einer Diskussionsveranstaltung in die Aula des Schulzentrums gekommen, um sich den Fragen der Gymnasiasten von vier verschiedenen Jahrgängen zu stellen. „Politik: Was du heute kannst besorgen, das verschiebt man ruhig auf morgen“ lautete das Titel der Runde – und nach eineinhalb Stunden gab es weiterhin Wortmeldungen aus dem Plenum, kurz danach war aber trotzdem Schluss.

Schließlich gab es Themen, die die Schüler schon aus eigenem Interesse ansprechen: Neubau des Gymnasiums, Politikverdrossenheit und Investitionsstau. Moderiert von Julius Richter und Lena Hannemann aus dem Politik-Leistungskurs stellte sich Heuer zunächst Fragen sogenannter Schüler-Experten, anschließend folgte eine offene Fragerunde. Der Bürgermeister nahm sich Zeit und gab informative Antworten.

Am Donnerstag haben Langenhagener Gymnasiasten mit dem Stadtoberhaupt diskutiert. Eine Zusammenfassung der Meinungen:

Größter Tagesordnungspunkt war natürlich der Schulneubau. Heuer gab zu, „dass wir früher hätten anfangen können, alles andere hat Zeit und damit Geld gekostet“. Den Zeitplan, wonach der Neubau des Gymnasiums im März 2022 eröffnet werden soll, verteidigte er jedoch. „Das Verfahren ist sehr aufwändig, wir sind an viele Vorgaben und Fristen gebunden, beispielsweise bei Ausschreibungen. Es sind viele Dinge zu berücksichtigen, schließlich soll kein Container-Dorf entstehen, sondern ein Gebäude, das 80 bis 100 Jahre hält.“ Und auch eine Bauzeit von zwei Jahren sei optimistisch kalkuliert. „Dabei darf dann nichts falsch laufen –auch wenn es Verzögerungen gibt, die man immer aufholen kann.“ An der Pferderennbahn Neue Bult soll für 65 Millionen Euro das neue Gymnasium entstehen.

Schulneubau hat Vorrang

Weitere Fragen, die den Schülern unter den Nägeln brannten: Auf dem Basketball- und Fußballplatz am Weißen Weg in Godshorn gebe es viel zu tun, sagte Jan. Der Schüler führte auch aus, dass viele Jugendliche das Gelände nutzen, darunter auch Flüchtlinge. „Schreib´ mir eine E-Mail. Dann gucke ich, was sich da machen lässt“, sagte Heuer. In der Nähe befindet sich in Godshorn das ehemalige Freibad-Gelände. Wie geht es dort weiter? „Die Tendenz geht zu einer Fläche für Sport, Freizeit und Erholung. Wir haben aber noch keinen Auftrag vom Ortsrat Godshorn erhalten.“ Apropos Freibad: Gibt es Pläne für das Außengelände an der Wasserwelt? „Wir würden es begrüßen, wenn dort eine Freifläche entsteht. Aktuell steht es aber bei uns in der Verwaltung nicht auf der Prioritätenliste ganz oben – eben weil der Schulneubau Vorrang hat. Und bevor wir noch keinen Neubau fürs Gymnasium haben, können wir an der IGS nicht beginnen.“

Seit Anfang September 2017 ist das Hallenfreibad in Godshorn geschlossen. So sieht es auf dem Gelände an der Berliner Allee aktuell aus:

Nach der Diskussion ist vor der Diskussion: Am Donnerstag, 17. Januar, werden sich in der Aula die Chefs aller im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen über die Themen Gymnasium-Neubau und Politikverdrossenheit austauchen – und anschließend in einer Diskussion den Fragen der Schüler stellen.

Von Stephan Hartung

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