Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Langenhagen Tafeln informieren über Schule und Gewerbe
Umland Langenhagen Tafeln informieren über Schule und Gewerbe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:01 31.07.2018
In Schulenburgs Süden: Stadtarchivarin Heike Brück-Winkelmann und Joachim Vogler präsentieren GLIEM-Tafel Nummer 110 in Langenhagen. Quelle: Oliver Krebs
Schulenburg

Die GLIEM-Tafeln Nummer 109 und 110 stehen in Schulenburg: Eine Tafel ist der Schule gewidmet sowie eine dem Wohnen und Gewerbe. Und Heimatpfleger Hans-Jürgen Jagau machte bei seiner Rede für die Initiative „Ganz Langenhagen ist ein Museum“ deutlich, dass der dreigeteilte Ortsteil im Westen der Flughafenstadt „etwas ganz Besonderes“ ist.

Ortstermin im Amtsweg: Christa Röder und Friedhelm Grote enthüllen GLIEM-Tafel Nummer 109. Quelle: Oliver Krebs

So ist Schulenburg 1308 erstmals urkundlich erwähnt worden und damit älter als Langenhagen. Zwar hat die damals eigene, zerrisse Gemeinde drei Prozent der Baukosten des mittlerweile geschlossenen Hallenfreibades in Godshorn getragen, aber fast nie eine eigene Schule besessen. Zwischen 1728 und 1773 hätten sich die Schulenburger Eltern sogar geweigert, im Sommer Schulgeld zu bezahlen. Der Grund: Die Schulenburger Mädchen und Jungen mussten auf den Feldern helfen. 1922 wurde mit dem Bau eines Schulhauses am Amtsweg begonnen, das 1923 eingeweiht wurde. Allerdings wurde die Schule im Krieg geschlossen. In der Übergangszeit nach dem Krieg, bis die neue Schule in Engelbostel fertiggestellt war, unterrichteten die Lehrer in den alten Schulen in Engelbostel und Schulenburg, im Clubheim des Männer-Turnvereins, im Pfarrgebäude und sogar im Gasthaussaal. Auf dem Schulgrundstück am Amtsweg in Schulenburg wurden 1970 Kindergarten und Feuerwehr untergebracht; 1986 entstand hier das Dorfgemeinschaftshaus mit der Verwaltungsstelle.

Aber Schulenburg entwickelte sich im Laufe der Jahre, war nicht mehr das reine Bauerndorf. Das können Interessierte auf der zweiten GLIEM-Tafel nachlesen, die an der Ecke Hannoversche Straße/Kiefernstraße steht. 1960 entstand das Baugebiet Schulenburg-Süd mit Straßen, die nach Baumarten benannt wurden, und Platz für mehr als 1000 Menschen. Als die Firma Feinkost-Popp die Eibenstraße geräumt hatte, entstanden 1980 dort Reihenhäuser. Das Privathaus wurde zu einem Alten- und Pflegeheim mit 22 Plätzen umgebaut und bis 2002 betrieben. Und auch die Zahl der Gewerbebetriebe stieg in Schulenburg. Ab 1969 entwickelte sich das Gewerbegebiet „Schulenburg-Süd“ zwischen Hannoverscher Straße, Desbrocksriede, Südsee und Kiefernstraße.

Von Oliver Krebs

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadt hat dem Betreiber eines Flughafen-Parkplatzes an der Emil-Berliner-Straße die Nutzung untersagt: Für das Angebot liegt dem Rathaus trotz mehrmaliger Aufforderung kein Bauantrag vor.

03.08.2018

Den Umzug der Stadtbibliothek in den D-Trakt des Schulzentrums schlägt jetzt die Verwaltung dem Rat vor – dieser müsste bis 2021 für etwa 7 Millionen Euro umgebaut werden.

30.07.2018

Seit dieser Woche können Bienen einen eigenen Garten auf dem Friedhof Grenzheide ganz offiziell ansteuern, den Birgit Ehlers-Ascherfeld angelegt hat und für den sie als Patin ehrenamtlich arbeitet.

30.07.2018