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Langenhagen Was braucht die Jugend in Langenhagen?
Umland Langenhagen Was braucht die Jugend in Langenhagen?
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10:28 29.07.2018
Die erste Idee für das im Juli 2018 eröffnete Kinderhaus Kaltenweide wurde bei der Premiere der Jugendhilfeplanung entwickelt – vor knapp 15 Jahren. Quelle: Elena Everding (Archivbild)
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Langenhagen

Gibt es genügend Angebote für Langenhagens Nachwuchs? Und: Passt das, was es gibt, noch zum wirklichen Leben auf der Straße? Langenhagens Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah erhofft sich vom Neustart einer Veranstaltungsreihe mehr als nur Antworten: „Wir holen ab September in einem ersten Schritt alle Profis an einen Tisch, die mit Kindern und Jugendlichen etwas zu tun haben.“ Diese „sozialraumorientierte Jugendhilfeplanung“ hat einen ganz praktischen Nebeneffekt: „Dabei lernen sich alle untereinander kennen: Alle Vertreter der Kitas und Schulen und auch alle, die in der Verwaltung damit zu tun haben.“

„Alle Akteure sollen sich besser kennen lernen“

Langenhagen wird dazu in fünf Bereiche aufgeteilt: Wiesenau/Brink, Godshorn, Engelborstel/Schulenburg, Kaltenweide/Krähenwinkel sowie die Kernstadt bilden die sogenannten Sozialräume, deren Akteure sich besser miteinander vernetzen sollen. Wieder – könnte man sagen. Denn diese Reihe ist die Neuauflage des Projektes, das 2003 seine Premiere fand. „Wir haben nach dem Start des eigenen Jugendamtes in Langenhagen 2002 das erste Mal eine Jugendhilfeplanung nach diesem Muster ins Leben gerufen.“ Seinerzeit moderierten zwei externe Fachkräfte und eine Steuerungsgruppe zwei Jahre lang die Vernetzung der professionellen Akteure der Jugendhilfe. Langenhagen wurde dazu in sechs Sozialräume aufgeteilt. „Doch die Entscheidung, die Kernstadt allein aufgrund ihrer Größe in zwei Bereiche zu teilen, hat sich in der Praxis nicht bewährt“, räumte von der Ah jetzt im Gespräch ein. Die Ergebnisse dieser Treffen aber zahlten sich umso mehr aus. „Wir haben von dieser Vernetzung über Jahre sehr profitiert. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, diese Struktur zu aktualisieren.“

Premiere 2003 zeigt für Jugend bis heute Wirkung

Die Premiere dieser Planung zeigt bis heute Früchte. „Die erste Idee zu einem Kinderhaus in Kaltenweide wurde damals in den Treffen formuliert“, berichtet von der Ah. Zwar habe zu der Ursprungsidee auch eine kulturelle Komponente gehört. „Aber es ist ja nicht ausgeschlossen, dass auch derlei in den nächsten Jahren je nach Entwicklung der Kinderzahlen dort noch umgesetzt wird.“ Auch der Kids-Club für Acht- bis 12-Jährige sei in den Beratungsrunden zwischen 2003 und 2005 entstanden. „Uns war damals auch klar, dass es in Wiesenau eine Gemeinwesenarbeit für das Quartier geben müsse“, der heute stark frequentierte Quartierstreff an der Freiligrathstraße bestätige diese These eindeutig.

In der ersten Runde werden sich ab September in den jeweiligen Sozialräumen ausschließlich professionelle Kräfte der darin vertretenen Institutionen treffen. Auf eine externe Moderation kann dieses Mal verzichtet werden. „Die Grundstruktur haben wir ja jetzt.“ Neben von der Ah wird Kirsten König, bei der Stadt für „Prozessoptimierung“ zuständig, die Vor- und Nachbereitung der Treffen gewährleisten. Zur ersten Runde werden ausdrücklich nicht Vereine oder auch die Kirche zählen. „Nach einem zweiten Treffen dieser Art steht es den Gruppen frei, weitere Akteure, die in ihrer Umgebung wichtig sind, dazu einzuladen.“ Dies gelte dann auch für die Politiker. „Wir werden nach dem zweiten geplanten Treffen im Jugendhilfeausschuss über den Fortschritt berichten.“ In diesem weiteren Verlauf sei denkbar, die Kinder und Jugendlichen selbst zu beteiligen. Dies aber obliege dem neu dafür installierten zweiten Jugendamtsleiter Frank Labatz. „Mein Bereich sind die Erwachsenen, Frank Labatz ist für die außerschulische Betreuung der Kinder und Jugendlichen zuständig und hat bereits Beteiligungs-Projekte in der Planung.“

Von Rebekka Neander

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